Der Spieltag-Sandwich

Ahhh, lecker! So schmeckt mir das. Der heutige Montagabend ist das fussballerische Pausen-Sandwich: Der kleine Snack zwischen dem 18. und 19. Spieltag. In der Nase noch der Duft vom vergangenen Wochenende:

– Dortmunder Null-zu-Nulldiät-Suppe mit erstmaliger Kampl-Einlage.
– Wolfs-Burger an Bayerisch Kraut und Rüben, serviert als Konter-Fast-Food von Chefkoch Hecking
– Nachspeisenempfehlung: Berliner ohne Mumm-Füllung

Und das Wasser läuft im Munde schon zusammen bei diesen Angeboten auf der Unterderwochenkarte:

– Münchner Rache-ist-Blutwurst an extrem sauer Kraut inklusive All-U-can-drink bis königsblau.
– Favres extra heißgemachtes Fohlen-Fondue und Freiburger Streich-Käse mit langer Petersen-Reifung
– Getränkeempfehlung: Kölner Sekt oder Selters der Marke „Auswärtshuizuhausepfui“ (dry oder extra dry Gestirn)

Guten Appetit!

VfL Wolfsburg – FC Bayern 4:1

Der Wolfsburg-Wahnsinn! Was sind die Erkenntnisse des Rückrundenauftakts?

1. Die Wolfsburger können noch so gut spielen, auf die BILD-Seite 1 kommt einer von Bayern

BILDWOLFCB
2. Wenn Borussia Dortmund heute gewinnt, sind es nur noch 27 Punkte hinter Platz 1
3. Nicht jeder, der Weiser einwechselt, wechselt weise ein
4. Da hat Marcel Reif recht: „Mann, muss Chelsea gut sein, wenn sie De Bruyne nicht brauchen!“
5. Das skurrilste Recherchegespräch des Jahres. ARD-Interview mit Matthias Sammer vor dem Spiel: Zwei Fragen, keine zu Bayern (einmal zu Schürrle, einmal zu Malanda)
6. Die Gedenken an Malanda waren die perfekte Einordnung von Fußball in unserem Leben: Publikumsträchtig, emotional, nicht das Wichtigste
7. Der FC Bayern hat 2015 alle Pflichtspiele verloren, während eine RTL-Dschungelstaffel läuft. Die Spieler sollten früher ins Bett gehen
8. Darf ein Welttrainer irren? Löw tippte zur Pause auf das Endergebnis „2:2“. Er steht wohl kurz vor dem Rücktritt
9. Um die Ecke gedacht: 4:1 gegen den souveränen Tabellenführer gewonnen, ohne eine eigene Ecke gehabt zu haben. Also: Gegen Bayern alle zugesprochenen Eckbälle ablehnen
10. Bayern wird trotzdem Meister und Real hat noch wenige Stunden Zeit de Bruyne zu holen

Bild: BILD Titel 31.01,2015

Science Fiction Ødegaard

Der Presseraum von Real Madrid ist zum Zerbersten voll.

Martin Ødegaard bahnt sich seinen Weg durch raunende Reporter und fokussierte Fotografen hinauf zum mürrischen Mediendirektor. Kameras klicken, Augen blicken.

Mediendirektor:
„Der heutige Tag, der 17. Dezember 2019, wird die Geschichte der Königlichen eingehen. Real trauert. Martin beendet eine Karriere! Martin, dein Statement.“
Ødegaard:
„Meine Damen und Herren von der Presse, liebe Fans. Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem ich meine lange, erfolgreiche Karriere beende. Ich bin heute 21 Jahre alt geworden – ich spiele jetzt schon fünf Jahre für Real Madrid. Ich habe die Champions League gewonnen, jedes Jahr die Meisterschaft und wurde zum Krawattenträger des Jahres ernannt. Mehr geht nicht. Mein Vertrag läuft eigentlich bis 2021 und ich danke Real, dass sie mir damals solch einen Rentenvertrag vorlegten. Aber ich bin jetzt in einem reifen, überreifen Fußballer-Alter. Jetzt sollen die Jüngeren ran. Es ist imponierend, was die 14jährigen heutzutage können. Als damals mit 15 in der Norwegischen Nationalmannschaft debütierte, war ich bei weitem nicht so weit wie die Jungs heute. Da merkt man einfach wie alt man ist. Auch was jetzt die Jungen mit 12 oder 13 Jahren verdienen! Ich war damals meiner Unterschrift hier in Madrid mit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr zufrieden. Dafür zieht sich keines der Talente heute noch die Trainingshose an. “
Mediendirektor:
„Haben sie Fragen?“
Reporter:
„Worauf freuen sie sich jetzt?“
Ødegaard: „Ich bin seit heute 21. Ich kann mir jetzt in den USA ein Radler bestellen.“
Mediendirektor:
„Vielen Dank für ihr Interesse. Wir sehen uns dann beim nächsten Spiel. Dazu noch ein Hinweis: Nicht im Kader für die Champions League Partie gegen die Even Jounger Boys Bern sind Gonzales Niño, der mit seiner Grundschulklasse Wandertag hat und Louis Bebè, wegen entzündeter Milchzähne.“

aus Liebe zum Sport