Dschungel-Fussball-Dschungel?

Im RTL-Dschungelcamp fehlt etwas!

Wenn Bundesliga-Profis, je nach Generation, erfolgreich einen Schwarzenbeck, Augenthaler und Kahn überlebt haben, gibt es nur noch eine echte Herausforderung: Den TV-Dschungel in Australien. Die mutigen Herren Ailton, Hartwig und Immel haben das durchgestanden, doch augenblicklich traut sich keiner. Abgesagt für die aktuelle Staffel hatte Manfred Kaltz – wahrscheinlich weil es nur Reis und Bohnen gibt, aber keine Bananenflanken.
Für alle, die lieber die dritte Grönländische Fußball-Liga schauen als das Kakerlaken-Kino, noch mal zur Erklärung: Die Teilnehmer müssen zwei Wochen durchhalten, bei zickigen Begleitern und miesem Essen. Viele kennen das vom letzten Familienurlaub auf Malle. Sportlich ging es zumindest bei einigen der weiblichen Urwald-Bewohner zu: Die starteten auch diesmal mit dem Dschungel-Biathlon: Erst ausziehen, dann einziehen.
Prominent sind die Prominenten allerdings nicht. Die Kakerlaken wollten deswegen auch nur antreten, wenn alle Teilnehmer Namensschilder tragen.
Am ehesten kennen wir vielleicht Soap-„Schauspieler“ Jörn Schlönvoigt. Er musste sich kaum umstellen: Statt „Guten Zeiten, Schlechte Zeiten“ jetzt einfach „Schlechte Zeiten, Schlechte Zeiten“.
Die ersten Dschungel-Prüfungen – Stichwort Schafshoden – waren bereits wieder eklig, kommen aber, angesichts der sieben Millionen Zuschauer, offensichtlich gut an. Erste Hausfrauen schaffen es schon ihre Männer vom selbst Reinigen ihrer dreckigen Unterwäsche und Socken zu überzeugen, indem sie goldene Sterne darin verstecken.
Zumindest ein Ziel haben alle Teilnehmer karrieremäßig schon erreicht: Sie haben es mal wieder weit gebracht, sehr weit – zumindest 16.000 Kilometer bis nach Australien.
Um wieder auf den Fußball zu kommen: Was ist der Unterschied zwischen den Dschungel-„Promis“ und Philip Lahm? Lahm entscheidet selbst über das Karriere-Ende.

aus Liebe zum Sport