Mainzer „Rasen“ in die Saison!

In Mainz b(r)aut sich was zusammen!

Der FSV Mainz 05 ist mit vier Punkten aus zwei Spielen und einem Unterzahl-Pokalsieg in Aue in die Saison gestartet. Jetzt wird das neue Gefühl – weg vom Abstiegskampf-Vereinsstress 17/18 – auch optisch. Ein neuer (von bald mehreren) Trainingsrasen am Bruchwegstadion (Infos unten) und ein neuer Rasen im Stadion: Die Rheinhessen „Rasen“ in die neue Spielzeit.

Mit erfrischendem, kraftvollem Offensivfußball, trotz den großen Verletzungsproblemen, wurde nach dem verdienten Sieg gegen Stuttgart auch ein (in der ersten Hälfte verdienter) Punkt in Nürnberg erspielt. Die Spieler von Trainer Sandro Schwarz sind sichtbar selbstbewusst, obwohl teils „grün“ hinter den Ohren: Es war die jüngste aller Mannschaften am zweiten Spieltag – eine Mannschaft, die bisher die Gegner zum „Rasen“ brachte.

Foto: Mainz 05

Infos zum neuen Rasen in der FSV-Pressemitteilung:

Den 05ern steht eine ganz besondere Premiere ins Haus: Nach monatelangen Umbaumaßnahmen, dem
Abbau der ehemaligen Hinter-Tor-Tribüne sowie extensiven Erschließungsarbeiten von Heiler Sportrasen wird
am Montag, 10. September (15:30 Uhr) erstmals einer der neuen Trainingsplätze am Bruchweg von den Profis
des 1. FSV Mainz 05 als Trainingsrasen genutzt. Den Trainingskiebitzen steht eine eigens geschaffene, an
den Dr.-Martin-Luther-King-Weg angrenzenden Tribüne zur Verfügung. Von den erhöhten Stufen aus kann das
Training optimal aus verschiedenen Höhenpositionen beobachtet werden.
Der Zugang zur Tribüne erfolgt aufgrund der anhaltenden Bauarbeiten rund um das Trainingsgelände
ausschließlich über ein eigens für diesen Zweck geschaffenes Tor am Dr.-Martin-Luther-King-Weg, welches
sich von den Gästekassen und dem ehemaligen Gästezugang aus gesehen einige Meter weiter Richtung SWR
die Straße hoch befindet. Dieser Eingang führt direkt auf die Zuschauertribüne des Trainingsplatzes. Über das
Bruchwegstadion selbst gibt es aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zur Tribüne.

MUTMASSLICHE EREIGNISSE

Mit der Pokalrunde startet die Fußballsaison für jetzt alle Clubs durch. Was wird uns in den nächsten Monaten erwarten?

Vermutlich das:

24.8.18
Das erste Bundesligawochenende wird anstrengend für Sebastian Rudy. Weil er sich nicht entscheiden kann, spielt er für Bayern, Schalke UND Leipzig je 30 Minuten.
31.8.18
Das Bundesbildungsministerium schafft den Numerus Clausus ab. Stattdessen: Wer studieren möchte, muss auswendig aufsagen wie die neue UEFA-Nations-League funktioniert. Die Deutschen Universitäten befürchten dramatische Durchfallquoten.
18.9.18
Erster Spieltag der Champions League Gruppenphase. Real Madrid will es den Gegnern diese Saison etwas leichter machen und tritt mit Ski-Schuhen an. Jose Mourinho verweigert beim Spiel von ManU gegen Hoffenheim den Begrüßungshandschlag mit Julian Nagelsmann: „Was wollte der Balljunge von mir?“
3.10.18
Großer Friedensgipfel zum Tag der Deutschen Einheit zwischen DFB Präsident Grindel und Mesut Özil. Der Kompromiss: Özil lässt sich maximal 3 x pro Jahr mit Autokraten fotografieren und Grindel spielt nie mehr für Arsenal London.
22.12.18
Letzter Spieltag vor der Winterpause. Der FC Bayern gastiert bei Eintracht Frankfurt. Nach dem derben 5:0 im Supercup bietet Niko Kovac an, beide Mannschaften zu coachen. Er taktiert beide Teams zu einem 3:3 und bekommt den DFB-Fairness-Preis.
15.1.19
Jetzt wird klar, weshalb der Wechsel von Witsel aus China nach Dortmund doch noch geklappt hat. Wie jetzt der BND ermittelt hat, lebt seit August ein chinesischer Spion in Witsels Frisur.
24..4.19
Im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Dortmund und Schalke läuft zur Halbzeit schon alles auf ein Unentschieden hinaus, denn die Borussen führen 4:0. Beim Elfmeterschießen köpft Naldo das entscheidende 8:7.
1.9.19
Liverpool verliert das Champions League Finale wieder gegen Real Madrid. Jürgen Klopp erkundigt sich bei den Spaniern, wo man sich die Ski-Schuhe kaufen kann.

Supercup – nur super für die Bayern

Supercup 2018. Kurz vor dem Abpfiff. „Deutscher Pokalsieger SGE!“, schallt es trotzig aus der Fankurve der Frankfurter Eintracht. Eine schallende Ohrfeige ist zu diesem Zeitpunkt das Spiel gegen den FC Bayern München. Es steht 0:5 und es steht nicht gut um das Selbstvertrauen der Hessen und seiner Anhänger, was die anstehende Saison betrifft. Den fünf Ausrufezeichen des Rekordmeisters stehen rekordverdächtig viele Fragezeichen gegenüber:

Waren die Bayern so stark? Oder setzt sich bei der Eintracht die Serie von Vorbereitungsproblemen bis in die Saison fort? Fehlt ein Leader wie Prince Boateng? Kommt im (erneuten) Umbruch die Europa League zur Unzeit? Ging mit Niko Kovac auch der Aufschwung von Relegation bis Pokalsieg? Ist die über zwei Saisons gelungene Marke „Multi Kulti Kader Eintracht“ dieses Mal von weniger Erfolg gekrönt?

Wieder ist es eine „Welt-Auswahl“. Einziger Deutscher in der Startformation war Danny da Costa. Von (sprachlichen) Abstimmungsproblemen will der Verteidiger aber nichts wissen: „Es sind ja meistens kurze Kommandos. Die versteht mittlerweile jeder und notfalls: jeder versteht so gut Englisch, dass man so kommunizieren kann. Es hat nicht an der Sprache gelegen auf dem Platz.“ Hessisch wird es auch bis auf weiteres nicht zur Dienstsprache schaffen – obwohl die Eintracht kurz vor dem Supercup noch zwei Hessen aus der eigenen Jugend mit einem Profivertrag ausgerüstet hat. Der 18jährige Torwart Tobias Stirl wurde in Frankfurt geboren, der  gleichaltrige Mittelfeldspieler Patrice Kabuya kam in Wiesbaden zur Welt. Doch es ist offenbar nur ein bürokratischer Lokalpatriotismus, den sich die SGE leisten musste. Denn zuvor waren schlichtweg zu wenige Deutsche im Profikader – deren zwölf schreiben die DFL-Statuten bei Pflichtspielen vor.

Viele Eintracht-Fans unter den 51.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion haben nach dem fünften Treffer der Bayern (in Unterzahl!) bereits den Heimweg angetreten. Enttäuscht von der Leistung ihres Teams. Das Team, das in den vergangenen beiden Jahren aus der bunt zusammengewürfelten Truppe aus bis zu 20 Nationen immer eine Einheit auf dem Platz brachte. Und auch der neue österreichische Trainer Adi Hütter weiß: Zu dieser Einheit bei der Eintracht braucht es noch Arbeit – und: Selbstvertrauen: „Wir müssen Mut haben, auch wenn es ein Umbruch ist. Auch wenn Bayern mit seiner Klasse kommt: Man muss mutig spielen. Es sind 50.000 Zuschauer hier, es geht um einen Titel. Wir haben uns nach 20 Minuten nicht mehr so präsentiert, wie ich mir das vorgestellt habe. Mit dem Umbruch beginnt es wieder von neuem. Ich werde morgen natürlich klare Worte sagen, das muss man auch nach einer 0:5 Niederlage – aber es ist nicht so, dass ich jetzt draufhaue.“

Kein Fan erwartet in der heutigen Zeit, dass ein Bundesligaclub zu größten Teilen aus heimischen Spielern besteht. Auch ob Trainingslager in Abu Dhabi, USA oder in nächster Nähe stattfinden wird keine Fragen aufwerfen, solange erfolgreiche Arbeit geleistet wird. Und erfolgreiche Arbeit sowie gute Nachrichten, waren in den letzten Monaten bei den Hessen an der Tagesordnung. Erst der Pokalsieg, glänzende Zahlen aus der Finanzabteilung, dann die Weiterverpflichtung der Führungsriege aus Sportvorstand Fredi Bobic, Marketingvorstand Axel Hellmann und Manager Bruno Hübner – zuletzt sogar die unverhoffte Verlängerung von Vize-Weltmeister Ante Rebic. Nun hat die deutliche Supercup-Niederlage erste Tränen in den Freudenkelch getropft und Fragen aufgeworfen. Eine der Fragen beantwortet sich Adi Hütter zur Beruhigung aller Fans selbst: „Vielleicht ist es zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor dem Bug.“

Ante Rebic bleibt und eine Vermutung kommt

Mit Freude im Blick und Stolz im Tonfall begrüßt Eintracht-Pressesprecher Marc Hindelang den Star-Spieler Ante Rebic auf dem Podium und die Presse im Raum. Kein Wunder, denn zu verkünden und befragen ist das Thema „Rebic bleibt bei der Eintracht.“ Ein echter Coup angesichts der offenbar gut klingenden Anfragen anderer Vereine. Rebic dazu: „Finanziell gab es wesentlich bessere Angebote, aber ich bin glücklich zu bleiben und habe ein gutes Gefühl mit dem Coach.“

Eine „Rekordsumme“ wäre es geworden, meinte Sportvorstand Fredi Bobic („Wir haben alles reingelegt, was wir konnten“) Stunden zuvor auf einer anderen Pressekonferenz. Denn es war die Zeit der positiven Meldungen beim hessischen Pokalsieger: Bobic, sowie Marketingvorstand Hellmann und Sportdirektor Hübner – alle verlängern, bzw. bekamen Vertragsverlängerungen.

Eine ersten Bewegungen von Hindelangs Mundwinkel Richtung neutral/nachdenklich kommen allerdings gleich während der ersten Frag aus dem Plenum – ob denn Ante Rebic eine Ausstiegsklausel hat? Rebic antwortet via Übersetzer: Da müsse man die sportliche Leitung fragen.

Ein Indiz, was die in diesem Augeblick geantwortet hätte (natürlich würden sie keine klare Auskunft erteilen), ist die Andeutung von Rebics Trainer Adi Hütter, wenige Minuten später: „Wenn er noch so eine super Saison spielt, kann ich mir vorstellen, dass es Interessenten gibt, dass er geht. Ich wünsche mir natürlich, dass er lange hierbleibt, aber wenn man heute den Markt anschaut: Da gibt es immer Vereine, die einen Spieler suchen wie ihn. Wenn er bleibt, bin ich happy, wenn es früher ist, soll der Verein eine ordentliche Ablöse bekommen.“

An dieser Stelle also eine Vermutung: Seine Vertragsverlängerung wird eine Win-Win-Win-Situation. Er wird durch eine klare Ausstiegsklausel, bei zuvor besseren Bezügen, 2019 zu Bayern München wechseln. Dann wird der durch „Robbery“ versperrte Weg frei und alle sind zufrieden: Eintracht mit Ablöse auf dem Konto, Rebic und Bayern mit Planungssicherheit, Kovac mit seinem Star vereint.

Und hier noch die offizielle Pressemitteilung der Eintracht:

Kroatischer Topspieler verlängert um ein weiteres Jahr – Bobic: „Vertragsverlängerung spricht für Eintracht Frankfurt“
Eintracht Frankfurt kann auch zukünftig auf die Dienste von Topspieler und Vizeweltmeister Ante Rebic bauen. Der pfeilschnelle Offensivspieler verlängert seinen laufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022. Damit hat die Sportliche Leitung um Fredi Bobic und Bruno Hübner eine wichtige Planstelle geschlossen und einen absoluten Leistungsträger der vergangenen beiden Jahre langfristig an den Klub gebunden. „Ante gehört sicher zu den positivsten Erscheinungen der Weltmeisterschaft, und wir müssen keinen Hehl daraus machen, dass das Begehrlichkeiten weckt. Es spricht für Eintracht Frankfurt, dass es uns gelungen ist einen solchen starken Spieler, den man durchaus als Senkrechtstarter bezeichnen kann, zu halten. Ante wurde von einigen Topklubs umworben und hatte auch das eine oder andere wirtschaftlich bessere Angebot vorliegen. Dass er bei uns bleibt, zeigt, dass er den Adler im Herzen trägt und wir mit unseren Planungen auf dem richtigen Weg sind. Und es zeigt auch, dass wir in Sachen Wirtschaftlichkeit einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben und Spitzenspieler halten können“, sagt Eintracht-Sportvorstand Bobic, der in den letzten Tagen gemeinsam mit Sportdirektor Hübner akribisch an dieser idealen Lösung gearbeitet hat. Für Bobic ist Rebic ein Schlüsselspieler in der kommenden Saison: „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit passt er ganz hervorragend in das System unseres Trainers Adi Hütter. Uns war wichtig, dass wir seine Qualitäten weiter in unseren Reihen haben. Für viele Eintracht-Fans ist Ante eine Identifikationsfigur – nicht zuletzt durch seine beiden wunderschönen Treffer im Pokalfinale. Alle, die für Eintracht Frankfurt die Daumen drücken, dürfen sich über diese tolle Nachricht freuen.“
Hinter Rebic liegt ein ereignisreicher Frühsommer. Zunächst schaffte der in Split geborene Stürmer mit dem fünften DFB-Pokalsieg der Frankfurter Historisches. Als erster Eintracht-Spieler überhaupt schoss Rebic in einem Endspiel beim 3:1 gegen den FC Bayern München zwei Tore und hatte somit maßgeblichen Anteil am Triumph der Hessen. Mit der kroatischen Nationalmannschaft blieb er bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft auf der Erfolgsspur und zog völlig überraschend ins Endspiel ein. Auch hier war es Rebic, der im Konzept von Trainer Zlatko Dalic eine wichtige Rolle spielte.
Nun kann die Eintracht auch weiterhin auf Rebics Siegermentalität setzen. Für Hübner ein weiterer Eckpfeiler in der neu konstruierten Mannschaft: „Ich habe im Trainingslager immer gesagt, dass wir in einem Umbruch stecken – aber keinesfalls die Ruhe verlieren. Es ist in allen Belangen ein gutes Zeichen, dass wir weiterhin auf Ante zählen können.“ In seinen bislang 49 Bundesligaspielen traf der Kroate acht Mal (fünf Torvorlagen). Im DFB-Pokal war Rebic in acht Spielen vier Mal erfolgreich. Eine Erfolgsgeschichte, die Ante Rebic gerne in Frankfurt weiterschreiben möchte.
 

Eintracht Frankfurt Fussball AG

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