Messi nach Deutschland?

Schnappatmung bei allen schlechten Profimannschaften: Die Chance Lionel Messi zu bekommen ist nah! Eine Meldung der mit dem FC Barcelona gut vernetzten „Mundo Deportivo“ spricht von einer Ausstiegsklausel im eigentlich mit 700 Millionen Euro Ablöse als Tschüss-Gebühr versehenen Kontrakt des fünfmaligen Weltfußballers, der bis Juni 2021 gilt. Diese Ausstiegsklausel… Moment, erstmal müssen wir uns für dieses deutsche Wort entschuldigen. „Ausstiegsklausel“ – das klingt wie ein niederbayerischer Verkehrspolizist mit zu viel Glühwein intus, der Santa Claus auffordert aus dem Rentierschlitten zu kommen: „Moch mir amol den Austiegs-Klausl!“. Bei den Spaniern hört sich das eher an wie das liebliche Summen eines Dortmunders, wenn er an Paco Alcàcer denkt: „Clàusula especial de salida“. Aber zurück zu Lionel „La Pulga“ Messi, also dem „Floh“ – um den es gerade einen großen Floh-Zirkus gibt: Diese Vertragsidee soll ihm nämlich die Möglichkeit geben, ablösefrei zu einem Club zu wechseln, der regelmäßig Schrott zusammenspielt – was sich auch im Spanischen viel eleganter liest: Eine Mannschaft, die „no es de la elite.“

Falls Ihr Verein sich also zur „Nicht-Elite“ des europäischen Fußballs zählt, so weisen Sie Sportdirektor und Trainer auf die Notwendigkeit hin, jeglichen Elite-Fußball bis 2020 weiterhin zu unterlassen. Sich nähernde internationale Startplätze in der Tabelle sind als bedrohliche Warnzeichen zur Kenntnis zu nehmen. Sollten unvorhergesehene Siegesserien eintreten, ist umgehend die Boulevard-Presse über (notfalls erfundene) interne Querelen in Kenntnis zu setzen. Um Messis Jahresgehalt von rund 40 Millionen Euro kann man sich dann später immer noch mit Mäzenen und Milliardären auf Mallorca unterhalten.

Außerdem ist jetzt noch genug Zeit, um an Elite-Profis zu sparen. Denn es gilt auch an diesem Bundesligaspieltag die Devise: Jede Niederlage ist ein kleiner Hüpfer hin zum Floh.

 

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