Mainz regiert die Region

Eintracht Frankfurt kommt in Mainz zu spät in die Gänge und setzt die Abwärtsfahrt fort

Darmstadt und Frankfurt haben Nachbarschaftsärger mit Mainz! Nach dem 2:1 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt ist der FSV Mainz 05 „Rhein-Main Meister“ in der Fußball-
Bundesliga. Zuvor hatten die Mainzer schon in Darmstadt mit 3:2 gewonnen. Kein echter Titel, aber echt gut müssen sich für die Rheinland-Pfälzer die sechs Derby-Punkte anfühlen.

Mit 20 Punkten hat Mainz die letzten Jahre als tabellarische Nummer eins der Region auch aktuell bestätigt. Für die Eintracht muss es kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den angstfreien Aufsteiger SV Darmstadt 98 darum gehen nicht gänzlich zu Derby-Deppen zu werden.
Beide Trainer hatten einen Bundesliganeuling aufgeboten. Auf Seiten der Gäste feierte Mijat Gacinovic seine Premiere und auch der Mainzer Alexander Hack schnupperte zum ersten Mal Bundesligaluft als kurzfristiger Ersatz für Niko Bungert (Muskelprobleme). Gespielt wurde mit 15 Minuten Verspätung wegen den lang andauernden Sicherheitskontrollen, oder – im Falle von Frankfurts linker Abwehrseite – mit 20 Minuten Verspätung. Denn in der 5. Spielminute kann sich De Blasis fast mühelos durchsetzen und seinen Torjäger Muto zum 1:0 bedienen. Bedient war dann Frankfurts Trainer Armin Veh als sein Team in der nächsten Viertelstunde reihenweise Chancen vergibt. Beim Chancen vergeben war auch der Torschützenkönig a.D. der Liga mitten drin: Alex Meier wartete in der 40. Minute bereits 461 Minuten auf einen Torerfolg – und es sollte keine mehr dazukommen. Denn nach einer diskutablen aber dann einer klaren Gelben Karte (Veh: „Alex weiß, dass es Mist war, was er da gemacht hat“) schickte ihn Schiedsrichter Bastian Dankert vom Feld. Kurz vor der Pause ein weiterer Tiefpunkt auf der Schlechte-Laune-Skala der Gäste: Diesmal darf auf der anderen Abwehrseite Samperio fast ungestört Richtung Strafraum dribbeln, eine Grätsche von Gacinovic wird zum Assist für Malli und der schließt ab zum 2:0. 16 Tore haben die beiden jetzt zusammen auf dem Konto – Muto und Malli: Die Mainzer M&M`s schmecken den Frankfurtern gar nicht.
Das Spiel scheint entschieden, zumal die Gastgeber vor 33.098 Zuschauern gleich nach der Pause zu klarsten Chancen kommen. Was dann passiert, kann den Eintracht-Fans Mut machen für die nächsten schweren Wochen. Plötzlich werden die Frankfurter mit Wut im Bauch und Mut im Kopf zur besseren Mannschaft. Auslöser war der beste Frankfurter: Seferovic schlenzt den Ball mit den linken Fuß ins Eck an Torwart Karius vorbei zum 1:2. Jetzt sackt sichtlich Unsicherheit in die Mainzer Körper während die Gäste zunehmend stärker werden. Allerdings zu spät. Die Mainzer Überzahl war nicht mehr spürbar, was FSV-Coach Martin Schmidt dann auch zugab: „Kein glanzvoller Sieg, aber erkämpft. Wir sind noch nicht soweit, dass wir das routiniert zu Ende spielen.“. Vor dem Spiel hatte er zu Protokoll gegeben: „Das Derby ist ein Messen gegen den großen Nachbarn“. Groß ist in der Tabelle aber nur der Rhein-Main Meister Mainz.

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