Ham‘ die ’nen Stich?

Dieses miese Gefühl! Sie haben beim Chinesen die 21 süßsauer bestellt. Aber beim ersten Bissen ärgern Sie sich, nicht doch die 32 Kanton Art genommen haben.

Das mal Tausend potenziert, kommt in die Gefühls-Nähe der Leute, die ihr Tattoo bereuen.

Um unnötige Unglücke umfänglich zu umgehen, bewähren sich in der Tattoo-vernarrten Profifußball-Branche einfache Regeln. Beispiel: Nach Haut-Verewigung der Lebensabschnittsgefährtin aka. Spielerfrau kann ganz schnell eine Raus-Rotation anstehen (BILD: „XY beim Fremdknutschen vor Ibiza erwischt“). Daher lieber: Die Familie. So grüßt Alexander Esswein „Oma Hildegard“ während Pierre-Michel Lasogga immer seine Mutter in Porträtform dabeihat.

Oma und Mutter bleiben, Freundin und Verein nicht – das dachte sich wohl jetzt auch Leroy Sané.

Zunächst die Fakten: Der Ex-Schalker hat seinen Champions League Tor-Jubel gegen AS Monaco als rückenüberdeckendes Gesamt-…äh, …Kunstwerk stechen lassen. Abzüge in der B-Note gibt es zunächst, weil Manchester City trotzdem gegen Monaco ausgeschieden ist. Den Makel perfektioniert hat übrigens vor ihm schon der Chilene Mauricio Pinilla. Der ließ sich 2014 nach dem unglücklichen WM-Aus gegen Brasilien ein Bild seines Lattentreffers kurz vor Schluss auf den Rücken tätowieren.

Doch auch in der A-Note gibt es Erwähnenswertes bei Sané: Zunächst war noch das Vereinswappen der Sky Blues integriert, in der Endversion liegt darüber ein schwarzer Balken. Zweifelt der 21-Jährige etwa am Karriereende in Manchester?

Drum prüfe wer sich ewig bindet – das gilt eben auch für Fußballer und Tattoos. Denn die Tinte unter der Haut ist nicht so flüssig, oft überflüssig, wie die bei einer Vertragsunterschrift.

Aus diesem Grund sollte die DFL nach dem Video-Assistenten auch den Video-Tattoo-Assistenten für die Bundesligaprofis spendieren. Mit einer Direktübertragung aus allen Tattoo-Studios in den Kölner DFL-Keller observieren die Experten (Hells Angels, Rockmusiker, David Beckham) jede Fehlentscheidung und greifen notfalls ein.

So wäre auch der Frust ausgeblieben, wenn die asiatischen Schriftzeichen, bei einer Saisonabschlussfahrt auf Malle gestochen, doch nicht „Langes Leben“ bedeuten, sondern „Einmal die 17 mit Glutamat, bitte“.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.