Frankfurt – Mainz Jahresausklang endet 3:0

STIMMEN ZUM 3:0 (1:0) UND ZUM JAHRESAUSKLANG

MAINZ

Manager Rouven Schröder: „Wir müssen konsequenter, konzentrierter sein. Das ist der nächste Entwicklungsschritt, den wir machen müssen. Die einfachen Tore, die man bekommt abstellen und Konsequenz bei den Torchancen. Denn im Endeffekt ist es dann frustrierend, wenn Du so ein Spiel machst, verlierst 3:0 und weißt eigentlich so richtig warum. Wir sind guter Dinge, dass wir ne gute Rückrunde spielen werden, dass wir ausgeruhter sein werden. Wir müssen uns an die eigene Nasen fassen und da gibt’s einiges zu tun.“

Stefan Bell: „Punktemäßig ist es, denke ich ganz ordentlich, was wir geholt haben. Wir hatten eine Hinrunde mit vielen Schwankungen, auch durch die ganzen Euro League Spiele. Es war schon eine schwierige Situation, weil wir teilweise mit 15, 16 Spielern in Englische Wochen gegangen sind. Dafür ist es unter dem Strich ganz ordentlich, was wir geholt haben. Ich denke man sieht jetzt, nachdem die Englischen Wochen rum sind, dass wir uns immer mehr stabilisieren und einspielen. Und wenn da nicht jedes Mal eine rote Karte dazukommt, bin ich da ganz optimistisch. Wir sind im Soll , von unserer Spielweise her.

Es ist bemerkenswert was Frankfurt für einen Fußball spielt, dieses Jahr. Auch mit diesen Voraussetzungen, dass es, glaube ich, 17 verschiedene Nationen sind. Es ist brutal schwer da eine Einheit zu formen und vor allem auch was das Mannschaftstaktische angeht. Da muss man dem Trainer gratulieren, dass er das hinbekommen hat, dass die so als Team auftreten, auch mit der letzten Saison, wo es erst mit der Relegation vorbei war. Das ist einfach sehr stabil und ich glaube Frankfurt kann glücklich sein, wenn sie am Ende in der ersten Tabellenhälfte sind und vielleicht sogar um die internationalen Plätze mitspielen. “

Trainer Martin Schmidt: „Das Spiel ein Spiegelbild des ganzen Herbstes: Viele Chancen gehabt, viele Tore gekriegt. Und wir verschenken zu viele Punkte auf unseren Auswärtsfahrten. So geht man nicht gerne in den Urlaub, auf der anderen Seite haben wir 20 Punkte im Wissen, dass da 5 Punkte mehr drauf sein könnten. Das tröstet uns vielleicht ein bisschen, aber deshalb werden wir den ganz klaren Auftrag für die Rückrunde reinnehmen: Wir müssen die Torflut abstellen, wir müssen besser verteidigen. Sonst können wir Tore schießen so viele wir wollen, wir werden nicht vom Fleck kommen.

Wir werden durchschnaufen. Wir hatten einen sehr, sehr strengen Herbst, einen spannenden, interessanten, aber eben auch strengen.

Das Offensivspiel müssen wir schärfen, da müssen wir sauberer und genauer werden. Das Zweite ist natürlich das Defensivverhalten als Team, die Kontersicherung. Wir müssen die Torflut abstellen: 30 Tore in 16 Spielen ist grottenschlecht und da müssen wir anpacken! Wir haben letztes Jahr insgesamt 40 Tore gekriegt und sind durch die Tore, die wir nicht gekriegt haben nach Europa gekommen.

Nach jedem Donnerstagsspiel in der Euro League hatten wir ein Auswärtsspiel, wieder eine Reise. Durch den ganzen Aufwand wirst du nicht frischer im Kopf. Durch die Rotation werden die Automatismen nicht besser. Das wird alles von selber besser, wenn wir in Ruhe die ganze Woche trainieren können.“

FRANKFURT

Trainer Nico Kovac: „Wenn man schaut wie wir begonnen haben, wie wir die Relegation geschafft haben, wie wir die Mannschaft, den Club verändert haben, dann freut mich dass wir jetzt unter dem Strich 29 Punkte haben.

Ich bin wirklich ein bisschen langweilig, das gebe ich zu, aber wir müssen wirklich die 40 Punkte voll machen. Man sieht: Der HSV, Ingolstadt, die waren abgeschrieben, keiner hat einen Pfifferling auf sie gesetzt. Jetzt punkten sie in den letzten Spieltagen gehörig und schieben von unten nach. Warum soll denen nicht eine Rückserie gelingen wie uns eine Hinserie gelang und umgekehrt. Also trau ich dem Frieden nicht und werden weiterhin hart arbeiten. Und wenn wir die 40 voll machen, dann werde ich die Ziele für die Eintracht korrigieren.

Für mich persönlich ist es ein schönes Jahr. Ich habe die Möglichkeit bekommen in der Bundesliga zu arbeiten. Die Eintracht hat mir die Möglichkeit gegeben. Wir haben das Unmögliche möglich gemacht und sind in der Bundesliga geblieben. Jetzt sind wir Vierter mit 29 Punkten – das hat keiner vor der Saison erwartet, dass wir dort stehen.“

Axel Hellmann: „Es ist am Ende Ausdruck dieser gesamten Hinrunde, dass wir so ein Spiel dann gewinnen. In der ersten Halbzeit haben die Mainzer uns auch taktisch gezeigt, wie man gegen uns spielen muss. Es war eine der besten Leistungen, die eine Mannschaft bislang gegen uns gespielt hat. Wir haben über die harte Arbeit auch das Glück auf unserer Seite, aber wir können jetzt auch Gott froh sein, dass wir in die Winterpause gehen. Denn auch das hat man heute gesehen: Es ist für uns der richtige Zeitpunkt jetzt in die Pause zu gehen, ein bisschen durchzuatmen, mentale und auch körperliche Fitness zurückzugewinnen. Aber die Ausgangslage mit 29 Punkten ist natürlich außerordentlich gut. Es ist einfach stark, wenn man über 8 Monate kein Heimspiel mehr verloren hat – gegen die Hochkaräter, gegen die wir gespielt haben. Da muss ich dem ganzen Trainerteam, der sportlichen Leitung ein riesen Kompliment machen.“

 

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