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Wann hat das HAND-Spiel Hand und Fuß?

Nach dem ersten Beweisfoto eines Schwarzen Lochs gibt es im Jahre 2019 n.Chr. nur noch drei ungelöste Fragen der Menschheit:

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben? Wer baute Stonehenge? Und: Wann pfeift man Handelfmeter?

Immer wieder bilden sich Verschwörungstheorien. Nicht wegen den Dinosauriern oder Stonehenge natürlich (völlig wurscht), sondern wegen des Handspiels. So sollen angeblich die Regelhüter der FIFA in einem unterirdischen Labor in der Schweiz Dutzende entführte Nobelpreisträger, FBI-Agenten und Wünschelrutengänger aus aller Welt nach einem Geheimrezept für den korrekten Elfmeterpfiff forschen lassen. Auch die nationalen Verbände versuchen alles, um der Lösung den entscheidenden Schritt näher zu kommen. In Spanien laufen Versuche, ob es hilft, zwischen Handspiel und der endgültigen Elfmeter-Entscheidung erst einmal eine Siesta zu halten. In der Türkei erfolgt in der Testphase die Entscheidung, wie bei Oberbürgermeister-Wahlen, erst nach Rücksprache mit dem Staatschef. In England wurde die Suche nach dem perfekten Handelfmeter-Pfiff abgebrochen: „Ist uns doch völlig egal – solange in allen Finals nur unsere Mannschaften sind.“

In Deutschland ereignete sich zuletzt die wohl pfiffigste Suche nach dem bestmöglichen Pfiff. Durch eine geheime Kommandosache zwischen Ball- und Bildungsministerium wurde eine entsprechende Aufgabe in das Mathematik-Abitur eingeschleust:

„Berechnen Sie den Handelfmeter in der Bundesliga mittels Ballgeschwindigkeit, Winkel der Arme, Körperrotation und Ausmaß der Funkverbindung zum Kölner Keller unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Tagesform des Schiedsrichters und der Anzahl der Zeitlupen, geteilt durch die Aufregung der Spieler und Trainer zum Adrenalin im Quadrat. Addiere zum Zwischenergebnis Bayern-Bonus sowie Dortmund-Dussel und subtrahiere das generelle Pech ab Tabellenplatz 15.“

Das richtige Ergebnis bei der Mathe-Aufgabe war übrigens 0. Null Ahnung.

In die TOP 10?

„Wir wollen noch Zehnter werden“, gibt 05-Trainer Sandro Schwarz bis zum Saisonende die Marschrichtung an. Zum 50. Geburtstag der ZDF-Hitparade könnte also das Motto, angelehnt an den Begriff aus der Musik-Branche, lauten: Auf in die Top 10! Mit diesem letzten Etappenziel soll der Saisonausklang zum Hit werden – deshalb  muss der FSV gerade in den Heimspielen den Ton angeben.

Auch nach der schmerzenden, fast schon legendären, Slapstick-Niederlage in Hannover steht das Ziel, unter die besten zehn Mannschaften der Saison zu kommen. Dabei könnte ein Spruch helfen: Die Spieler werden das Kind schon schaukeln! Schließlich steht jetzt ein frischgebackener „Kinderschaukler“ wieder zur Verfügung. Mittelfeldspieler Danny Latza und seine Jaqueline sind gerade Eltern von Alexander geworden. Außerdem hat „Wieder-Stammspieler“ Giulio Donati angekündigt im Juni zum ersten Mal Vaterfreunden empfinden zu dürfen. Vor diesen aktuellen und zukünftigen Glücksmomenten wirkt der Unglücksmoment von Hannover wie ein belangloser Blechschaden. Allerdings einer, der wegen der spielerischen Überlegenheit (23:7 Torschüsse) und dem „Gurkentor“ (Alexander Hack) wurmt, wie Vorstand Rouven Schröder in Niedersachsen einräumte: „Das ärgert uns unglaublich, hat aber mit dem Klassenerhalt letzte Woche nichts zu tun. Wir hatten uns so viel vorgenommen, waren klar Herr im Haus.“ Jetzt sind die 05er gegen Leipzig wieder im wahrsten Sinne „Herr im Haus“ – als Heimteam. Und zuhause gelangen zuletzt in vier Spielen drei Siege. Das passende Umfeld also für die Spieler, um auch das zweite Ziel (neben Platz 10) zu erreichen, das Sandro Schwarz für die verbleibenden Partien ausgegeben hat: „Alle sind in einer Konkurrenzsituation, in der sie sich zeigen können.“ Soll heißen: Jetzt werden die letzten Eindrücke gesammelt. Wer bietet sich an für Vertragsverlängerungen? Oder für neue Aufgaben? Oder für die Stammplätze? Zumindest erste Antworten hat die Mainzer Führungsriege bei den 96ern bekommen – oder wie Sandor Schwarz es ausdrückt: „Die gute Nachricht: Nachdem wir in der letzten Woche den Klassenerhalt perfekt gemacht haben, gab es diese Woche keinen Spannungsabfall.“

Für reines Schaulaufen sind sich die Spieler auch selbst zu schade, das haben auch die Leistungsdaten zum kuriosen Negativerlebnis in Hannover gezeigt. Und das zeigt auch die Verärgerung. Beispiel Schlussmann Florian Müller: „Das Gegentor war mein Fehler. Es gibt nicht viel zu überlegen: Dieses Spiel müssen wir gewinnen. Stattdessen: Du schießt gefühlt 30-mal aufs Tor, fährst fünf Stunden nach Hause und der Frust sitzt tief.“ Nach der Busfahrt und der Traingswoche dürften der Frust ab- und die Vorfreunde aufgebaut sein. Schließlich geht es gegen einen der aktuell am attraktivsten und erfolgreichsten spielenden Gegner der Bundesliga. Zudem gegen einen Champions League Starter 2019/20: RB Leipzig. Champions League Glanz also in der OPEL-Arena, wenn RasenBallsport Rasen-Schach spielen, aber die FSV-Abwehr genau das verhindern will. Alexander Hack jedenfalls hat die jüngste Niederlage abgehakt und schaut nach vorne: „Platz 10 bleibt weiter unser Ziel – wir wissen, was wir drauf haben!“ Für diesen Platz 10 müssen allerdings in den nächsten Wochen neben RB Leipzig noch mehr „internationale Probleme“ gelöst werden. Denn Eintracht Frankfurt (auswärts) und die TSG Hoffenheim (letztes Heimspiel) schielen ebenfalls mit dem Platz 4 in der Tabelle auf die Champions League Hymne in der nächsten Spielzeit. Das wäre dann für die Mainzer Gegner der Hit, den sie gerne hören möchten.

Eintracht Frankfurt auf Denkmal-Kurs

Drei Fußball-Herzen schlagen in der Brust von Ervin Skela. Und alle pochen an diesem berauschenden Europa League Abend beim 2:0 (1:0) Halbfinal-Einzug gegen Benfica Lissabon mit maximaler Intensität. Das erste ist das des Ex-Eintracht-Profis, der ab 2001 in drei Jahren 99 Spiele (28 Tore) bestritt: „Auch wenn ich zwischendurch weg war, mein Herz ist hier “. Das zweite Fußball-Herz gehört dem Eintracht-Angestellten, der als Markenbotschafter und in der Fußballschule den Höhenflug genießt: „Ich habe auch einem Kollegen in der Eintracht Fußballschule gesagt: Ich bin so glücklich, dass ich diese Zeit miterlebe und froh, dass es Eintracht so gut geht.“ Wem das dritte Herz gehört – dazu später. Aber gerade als ehemaliger Profi hätte er den Rausch dieses Abends, mit der bewundernswerten Choreographie gerne noch intensiver erlebt. Denn immerhin spielt der 41-Jährige noch aktiv beim FC Hanau 93: „Schade, dass ich nicht auf dem Platz spielen kann. Als Sportler will man immer gewinnen und für diese Tage lebt man als Sportler. Und wenn man die strahlenden Gesichter, weinend vor Glück, sieht, das ist einfach fantastisch.“ Als Fußballer mit Leib und Seele, der sogar in seinem Heimatland Albanien schon den Fußball-Lehrer-Schein gemacht hat, kann er besonders gut einschätzen, was Eintracht Frankfurt in dieser Saison vollbringt: „die Mannschaft, der Trainer, der ganze Staff, Masseure, Ärzte – was die leisten: Das ist irre!“ Die Energie speist sich allerdings noch aus rund 50.000 weiteren Batterien, so Skela: „Dazu kommt: In diesem Stadion, mit diesen Fans, das macht 20-30% mehr Kraft aus, das glaube ich schon. Als ich die Atmosphäre gegen Lazio oder Marseille gesehen habe, dachte ich, das kann man nicht toppen. Aber was heute wieder die Fans leisten, das ist ehrenwert und einfach fantastisch.“

Die gute Nachricht für Eintracht Frankfurt: Das Weiterkommen gelang an diesem Abend trotz einer unterdurchschnittlichen Leistung des vielleicht wertvollsten Spielers: Luka Jović. Offenbar ist die Eintracht nicht immer von seinen Toren abhängig, könnte einen riesigen Erlös im Sommer einstreichen. Skela nimmt ihn in Schutz: Er hat unglücklich gespielt, aber, mein Gotte, es gibt solche Tage. Der Jovic ist ein fantastischer Fußballspieler

Voller Euphorie an diesem Abend ist auch Eintracht-Präsident Peter Fischer, der regelrecht ins Schwärmen kommt bei der Bitte um eine Zusammenfassung des Erlebten: „Weil wir ja jetzt nach Chelsea müssen: Die Engländer würden sagen, „Magic Night!“. Das was das Stadion als 12. Mann gebracht hat, was die Truppe auch läuferisch und kämpferisch gebracht hat: Da haben wir heute doch, glaube ich, ein Zeichen gesetzt für den deutschen Fußball. Ich glaube, dass auch viele neutrale Fußballfans, die das heute gekuckt haben, der Eintracht die Daumen gedrückt und gesagt haben: Coole Truppe!“ Einer der coolsten und vor allem laufstärksten der Truppe ist Sebastian Rode – ausgerechnet als einziger Hesse auf dem Platz, der Matchwinner mit seinem 2:0. Rode ist für Skela insbesondere „einer der Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren“ und für den ehemaligen Eintracht-Coach Dragoslav Stepanovic unverzichtbar: „Das ist einer, den jede Mannschaft braucht. Der macht seine Zweikämpfe, gibt den Ball dem Nächsten und macht seinen Job von A bis Z. Das ist das, was der Mannschaft in der Stimmung hilft und immer wieder Kraft gibt, wenn die sieht, wie der von einer Seite auf die andere läuft.“ Die Laufleistung – das beeindruckte den Serben bei einem Landsmann, dm Torschützen zum 1:0, besonders: „Was die physisch herausgeholt haben, obwohl sie zuletzt zweimal mit 10 Leuten spielen mussten, das ist für mich unmöglich. Ich habe mir schon überlegt, ob sie den Kostić bei der Geburt irgendwo vertauscht haben: Ist der Deutscher? Kein Serbe läuft wie der! Das habe ich noch nie gesehen – der läuft wie ein Uhrwerk.“

Mit seinem typischen Augenzwinkern stellt der launige 70-Jährige noch in Richtung Rodes Zwischenstationen bei den Branchenriesen Bayern München und Borussia Dortmund fest: „Der Rode hat sich fünf Jahre erholt bei den beiden Vereinen – und jetzt bei uns gibt er Gas ohne Ende.“

Gas geben muss die SGE zunächst aber für den Einzug in die Champions League über die Bundesliga. Bereits am Ostermontag (20:30 Uhr) wartet der VfL Wolfsburg. Für Trainer Adi Hütter ist aber am Wolfsburger Horizont durchaus schon ein Umriss vom Euro-Final-Ort Baku zu sehen: „Wir sind vielleicht der unerwartete Teilnehmer des Halbfinales. Die Favoritenrolle ist klar bei Chelsea. Aber es steckt immer etwas in unserer Mannschaft drinnen und wir können für Überraschungen sorgen.“

Für Skela ist die Bundesliga kein Anlass, sich für einen eventuellen Eurotriumpf zu schonen: „Mein Gefühl ist: Wichtiger ist der Champions League Platz. Wenn wir das erleben würden! Natürlich, wir sind jetzt im Halbfinale und wollen auch Chelsea schlagen. Wir haben gesehen, die haben auch 3 Tore bekommen gegen Prag. Die Niederlage gegen Augsburg hat wehgetan, aber die Mannschaft ist so gefestigt und das werden sie auch zeigen gegen Wolfsburg: Dass wir den Platz vier verteidigen wollen. Wenn sie das schaffen, kann man den Jungs hier ein Denkmal bauen!“

An diesem Denkmal würde sicher auch gerne Ervin Skela mithelfen zu bauen. Denn das dritte Fußball-Herz in seiner Brust schlägt nicht als Ex-Profi oder Club-Vertreter und auch nicht als Trainer, der selbst gerne einmal in der Arena für seinen Herzensverein tätig wäre: „Ja, absolut. Jeder, der ehrgeizig ist und ich bin ehrgeizig, möchte natürlich gerne so einen Tag auf der Bank erleben. Das ist ein Traum. Aber jetzt bin ich da als Eintracht-Fan. Ich genieße das jede Sekunde.“ Pochendes Herz beim prominenten Eintracht-Fan. Es wird wieder besonders hoch schlagen, am 2. Mai gegen den FC Chelsea. Als eines von drei Fußball-Herzen bei Ervin Skela.

fussball-kolumne vor Ort für den HANAUER ANZEIGER

„Stepi“

Ervin Skela

Bundesliga-Trainer-Beben – Mainz sagt, nein!

Zwei Halbzeiten, zwei Kräfteverhältnisse. Fußball-Deutschland diskutiert über die besondere Begegnung Dortmund – Mainz. Während die Borussen sich über die 3-Punkte-Ziellinie schleppten, schleppten sich die Mainzer zunächst in die Partie, bevor sie, wie in den gallischen Zaubertrank gefallen, zu fast übernatürlichen Kräften kamen. Doch so übernatürlich ist der Zauber gar nicht – das Überwinden von Widerständen wirkt eher wie ein zusätzliches Saisonmotto: In der Ruhe liegt die Kraft! Das Motto gilt offenbar auch in Sachen Trainer-und Managwer-Hysterie, die als Entlassungswelle einige Vereine in Personal-Seenot geraten lässt…

Es kann Zufall sein, muss es aber nicht: Die letzten fünf Clubs der Bundesligatabelle haben einen Trainerwechsel vorgenommen, die fünf direkt darüber nicht – Berlin, noch nicht. In der Ruhe liegt die Kraft? Zumindest ist das offenbar das Erfolgsmodell der aktuellen Bundesligasaison, um eine ruhige Spielzeit zu erleben – und es ist das Top-Thema der Woche.

Auch rund um das spannende Spiel der Mainzer vor 81.365 Zuschauern waren die neuerlichen Entlassungs-Beben in der Diskussion. FSV-Sportvorstand Rouven Schröder, von Sky zum Trend der Beurlaubungen für nicht urlaubsreife Führungskräfte befragt: „Da ist dann eine Sogwirkung. Da hast nicht nur den Trainer, sondern auch den Sportvorstand und Manager, der gleichzeitig mitgehen muss, wenn gewisse Entwicklungen nicht kommen. Das finde ich schon sehr bedenklich. Denn das was kommt ist oft nicht besser als das, was da war.“ Der FSV dagegen widersteht den Sogwirkungen der Branchengesetze, rangiert weiter zwölf Punkte über dem Relegationsplatz. Umgekehrt wird daher für Lothar Matthäus, den Weltmeister und einzigen deutschen Weltfußballer, ein (Fußball-)Schuh draus: „Das ist die Qualität, die Mainz hat. Eben nicht gleich nervös zu werden: Auch Beständigkeit ist sehr wichtig. Auch mal Durststrecken gemeinsam durchzustehen.“.

Auch weil in der Ruhe offenbar die Kraft bei den 05ern liegt, lässt sich diese bundesweit beachtete 2. Halbzeit in Dortmund erklären: Nicht die Außenseiter-Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte, sondern der um die Deutsche Meisterschaft kämpfende Gastgeber verlor die Ruhe. Die Zuschauer des Samstag-Topspiels rieben sich die Augen, wie sich die Mainzer gegen den 0:2-Pausenstand wehrten: 15:3 Torschüsse für die Gäste in den zweiten 45 Minuten, 17:11 insgesamt. Und nur den saisonbesten neun Paraden von Roman Bürki war es zu verdanken, dass es nur noch zu Quaisons Anschluss reichte. Der Schweizer Schlussmann an die Adresse der aufopferungsvoll anrennenden Mainzer: „Ich weiß nicht, wie lange es noch gut gegangen wäre. Es hat sich angefühlt, als wäre Mainz mit zwei Mann mehr auf dem Platz.“ Selbst BVB-Kapitän Marco Reus zog den Hut vor der Leistungssteigerung der 05er nach 0:2: „Mainz war tot in der 1. Halbzeit. In der zweiten haben wir uns hinten reindrängen lassen.

Wir müssen zugeben, dass wir das Spiel mit Hängen und Würgen gewonnen haben“.

So wirkt die 1:2-Niederlage wie eine Investition in die Zukunft: Die Punkte verloren, aber Überzeugung gewonnen. Denn, wie Robin Quaison es andeutet, die Mannschaft kann im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten auch gegen einen großen Favoriten aktiv den Schalter umlegen: „Wir haben in der Pause untereinander gesprochen, uns gesagt: Wir müssen mehr Gas geben. Das haben wir auch getan. Leider war es letztlich nicht genug.“

Die Lehren daraus: Der FSV muss zum Frühstarter werden. Gegen Freiburg die ersten 20 Minuten, gegen Dortmund die ersten 40 Minuten: In zu viel Ruhe, liegt keine Kraft – die Fesseln müssen ab der ersten Minute ab. Das gesteht zum Beispiel auch Torwart Florian Müller ein: „In der ersten Halbzeit hat uns das Zutrauen gefehlt, da waren wir nicht aggressiv genug waren und wir hatten viele Fehlpässe drin. Mit dem System hatte das nichts zu tun. In der zweiten Hälfte war die Brust dann breiter.“

Mit breiterer Brust und fliegendem Start also gegen Düsseldorf. Denn eine breite Brust bei den Rheinhessen finden auch die neutralen Experten berechtigt. Noch einmal Matthäus zu Mainz: „Sie haben Spieler die Tore machen können, sind kampfstark, diszipliniert.“

Doch natürlich sind für echte Sportler Niederlagen nur schwerlich als Erfahrungsgewinn zu sehen. Zumindest nicht gleich nach Abpfiff. Und so war auch für Trainer Sandor Schwarz das Wort „ärgerlich“ die zentrale Emotionseinordnung angesichts der erfolglosen Leistungssteigerung: „Ärgerlich, dass wir das 2:2 nicht über die Linie gedrückt haben. Wir waren griffig, haben alles rausgefeuert, sind 127 km gelaufen. Wir hätten gerne noch einen Torjubel gehabt, mit 4.500 Zuschauern im Rücken. Wir waren nah dran und hätten es auch verdient gehabt. Bürki hält überragend – ärgerlich.“

Auf den Ärger folgt aber wieder die Ruhe. Ruhig analysieren, ruhig vorbereiten: in der Ruhe liegt die Kraft. Dann aber wieder kraftvoll ab der 1. Minute.