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DER FSV MAINZ 05 baut weiter an 19/20

PRESSEMITTEILUNG – Edimilson Fernandes wird 05er
Der 1. FSV Mainz hat sich die Dienste des Schweizer Nationalspielers Edimilson Fernandes gesichert. Der 23-jährige Mittelfeldspieler, der beim Premier-League-Club West Ham United unter Vertrag stand und in der vergangenen Spielzeit an den AC Florenz ausgeliehen war, hat am Bruchweg einen Vierjahreskontrakt bis 2023 abgeschlossen. In der abgelaufenen Saison konnte sich Fernandes in der Serie A als Stammspieler etablieren und bei insgesamt 33 Pflichtspielen für Florenz zwei Tore und zwei Assists verbuchen. Der europaweit begehrte 1,88 Meter große Rechtsfuß stand zudem bereits acht Mal für die Schweizer A-Auswahl auf dem Platz.
„Edimilson Fernandes ist ein Box-to-Box-Spieler mit starkem fußballerischen Hintergrund, der sowohl offensiv als auch defensiv über eine immense Qualität verfügt und diese bereits in der Premier League
sowie in der Serie A auf höchstem Niveau unter Beweis gestellt hat. Er passt auf der Position Acht sowohl sportlich, vom Alter als auch charakterlich mit seiner positiven Persönlichkeit hervorragend in unser Profil. Er ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung und kann aus seinem höheren Potential noch mehr ausschöpfen“, sagt 05-Sportvorstand Rouven Schröder.
„Mit seiner starken physischen Präsenz, seiner Beweglichkeit am Ball und seiner guten Technik wird Edimilson Fernandes unsere Mannschaft im Mittelfeld sofort verstärken. Seine Zweikampfstärke und der absolute Wille, immer den Ball zu bekommen und damit offensiv Akzente zu setzen, passt optimal in unser System. Edimilson ist ein kompletter Mittelfeldspieler, den wir hier auf ein noch höheres Niveau heben wollen“, sagt Sandro Schwarz, Cheftrainer des 1. FSV Mainz 05.
„Mainz 05 arbeitet sehr seriös und ist bekannt dafür, jungen Spielern eine Plattform für ihre Entwicklung zu geben und sie noch besser zu machen. Ich werde hart arbeiten, um das ebenfalls zu erreichen. Jetzt freue ich mich auf die Herausforderung Bundesliga und darauf, vor den Mainzer Fans zu spielen“, so Edimilson Fernandes.
Silke Bannick
Pressesprecherin

FC BAYERN INFORMIERT zum Thema Super-Leage

Auf Wunsch der deutschen ECA-Mitglieder hat der FC Bayern München am heutigen Dienstag, den 22. Mai, den ECA- Präsidenten Andrea Agnelli zu einem Treffen in die Allianz Arena eingeladen. Daran teilgenommen haben neben dem FC Bayern München Vertreter von SV Werder Bremen, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

Andrea Agnelli hat in diesem Zuge die deutschen Vereine über den Stand und den Ablauf des Reform-Verfahrens der europäischen Club-Wettbewerbe ab 2024 informiert. Außerdem wurde im weiteren Verlauf über die deutsche Position diskutiert.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, zu diesem Treffen: „Ich darf mich ausdrücklich bei Andrea Agnelli für sein Kommen bedanken. Mein Eindruck nach diesem sehr angenehmen und harmonischen Treffen ist, dass der Reform-Prozess in einer offenen, konstruktiven und transparenten Art und Weise unter Berücksichtigung der Interessen der Bundesliga demokratisch weitergeführt wird.“

(Pressemitteilung FCB, 22.5.2019)

Das Jahr des Danny da Costa

Er ist der Rekordmann bei Eintracht Frankfurt. Danny da Costa absolvierte in der Fußball Bundesliga mit 3035 Spielminuten – also mehr als jeder andere Spieler der SGE. Dazu kommen Pokal, Supercup und Europa League. Zusammen stand er in 50 Pflichtspielen 4.472 Minuten auf dem Feld. Jetzt stehen nach dem 1:5 beim Meister Bayern München noch einige Minuten in Arbeitskleidung für die Interviews an. Kein Wunder, dass er mit seinem verschmitzten Lächeln auf die Frage, auf was er sich in der Sommerpause am meisten freue, antwortet: „Dass mich keiner von Euch mehr belästigt.“ Die Frohnatur auf Rechtsaußen ist ebenso wie das ganze Team „ausgepresst wie eine Zitrone“ (Trainer Adi Hütter). Aber einige Antworten, ließ sich der 25-Jährige dann doch noch bereitwillig herauspressen.

Im Endspurt ging der Eintracht nach einer furiosen Saison die Puste aus. Warum reichte es auch heute gegen den Meister nicht, es spannend zu mache?

„Man hat ja gesehen, dass bei Spielen, in denen uns die Kompaktheit gefehlt hat, wir da teilweise untergangen sind. Wir kommen eben extrem über die mannschaftliche Geschlossenheit und es ist eben ganz wichtig für den Verein, dass jeder Spieler arbeitet und sich für die Mannschaft reinhaut. Dann erst kommen spielerische Elemente zum Tragen. Und wenn wir das hinten anstellen, wird es schwer. Wir haben hier zu viele Fehler gemacht, die die Bayern gnadenlos ausgenutzt haben. Mental waren wir eigentlich schon auf der Höhe, uns haben dann am Ende wirklich die Körner gefehlt.“

Was ist Ihr Saisonfazit?

„Sehr, sehr positiv. Wir haben über die Saison hinweg überragende Spiele gezeigt und auch sehr viele Spiele sehr aufopferungsvoll gestaltet. Deswegen bin ich in erster Linie unglaublich stolz auf das, was wir geleistet haben als Mannschaft. Natürlich hätten wir hinten raus gerne den einen oder anderen Punkt mehr geholt, aber wir können als Team und als Stadt Frankfurt stolz sein.“

Es hat jetzt gerade noch für die Qualifikation zur Europa League gereicht. Wie ordnen Sie das ein?

„Das verkürzt jetzt zuallererst den Urlaub um einiges (lacht). Mitte Juli geht es da wohl schon los. Wir freuen uns darauf. Wir haben dieses Jahr gesehen wie es gefeiert wird, welche Stimmung aufkommt und wir hoffen, dass wir es schaffen über die Qualifikation international zu spielen.“

RHEINHESSEN besiegen HESSEN

EINTRACHT FRANKFURT – MAINZ 05 0:2 (0:0)

Es ist das kleinste Übel an einem großartigen Abend: Anthony „Toni“ Ujah lacht verschmitzt, als er auf sein Trikot deutet. Ja, er hätte bei seinen beiden Toren den Jubel an den Eckfahnen mit Bierduschen auf seine Oberbekleidung bezahlt: „Vielleicht hätte ich nicht so lange in der Ecke bleiben sollen, aber wenn du Stürmer bist, willst Du einfach jubeln nach einem Tor – ich wollte aber nicht provozieren.“ Provoziert hat der immer positive Nigerianer aber vor allem die Lobeshymnen seines Umfeldes. Die Spieler freuten sich nicht nur auf dem Platz mit – sondern noch mehr für ihn. Sportvorstand Rouven Schröder beschreibt seine Beliebtheit: „Es war keiner im Stadion, wenn er Mainzer Fan ist, der das Toni nicht gegönnt hätte: Wie er geackert hat, wie spritzig er war, wie wichtig er aber auch in der Kabine ist. Ein Top Charakter. Ein totaler Teamspieler – und Matchwinner heute.“ Doch was genau macht den 28-Jährigen so sympathisch? Schließlich hätte er bei seinen eher wenigen Einsätzen auch Grund gehabt, das eine oder andere Mal eher griesgrämig durch die rheinhessische Landschaft zu stapfen. Was also steckt tatsächlich hinter dem Begriff „Teamplayer“. Sein Trainer Sandro Schwarz gibt einen Blick hinter die Kulissen des Teams frei: „Er geht auf Spieler zu. Er hat eine große Offenheit auch zu helfen. Unabhängig wie seine persönliche Situation ist – ob er spielt oder nicht. Und das finde ich herausragend. Das spürt man und die Jungs haben alle eine sehr hohe Meinung von ihm, weil er eine sehr große Sozialkompetenz hat.“

Auch dass „Toni“ kurzfristig von seinem Startelfeinsatz wegen Quaisons Trainingsverletzung erfuhr, machte ihn nicht nervös. Immerhin hat Ujah auch einen eigenen Weg zu Ruhe: „Ich habe erst am Abend vor dem Spiel erfahren, dass ich von Anfang an spiele und habe daraufhin sehr viel gebetet. Denn alles was ich vom Fußball bekomme, bekomme ich von Gott. Ich weiß, dass ich immer breit sein muss, auch wenn ich eine schwierige Saison hatte. Ich bin immer drangeblieben. Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren geholfen habe.“ Seine beiden Tore und die teambesten 70% gewonnene Zweikämpfe – also ein Spiel von 0 auf 100 – war für seinen Trainer eine Top-Leistung fern jeder Überraschung: „Dass er da ist und in einem wichtigen Spiel Tore macht ist kein Zufall: Wenn du dich so mit der Mannschaft identifizierst, wenn du so ein Verantwortungsbewusstsein hast,  nie im Training nachzulassen; dann freut mich das für Toni.“

Was den Trainer auch freut, ist der nächste Entwicklungsschritt in dieser Saison. Zum ersten Mal, zumal auswärts, gelang ein Sieg gegen ein Team aus dem ersten Viertel der Tabelle. Jetzt haben die 05er die Möglichkeit mit einem Heimsieg gegen Hoffenheim 43 Punkte zu erreichen, was bedeuten würde: Mehr Punkte in der Rückrunde, als in der Vorrunde. Diese Chance zu haben, trotz des Zwischentiefs mit sieben Niederlagen in acht spielen, zeigt auch dem Coach, was liegen gelassen wurde und was aktuell eben nicht mehr passiert: „Wir hatten ja schon mal das Thema Selbstzufriedenheit, gerade nach den beiden Siegen in der Rückrunde, was uns, für noch mehr zu erreichen, das Genick gebrochen hat.  Das wollen wir für uns als Selbstbestätigung haben: dass wir jetzt dranbleiben!“

Der nächste Schritt war eben das beeindruckende Auswärtsspiel beim Europa League Halbfinalisten mit 15:13 Torschützen auf dessen Platz. Der nächste Schritt soll folgen, um gänzlich freudestrahlend in die Sommerpause zu gehen: „Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir jetzt drei Tage frei machen. Wir gehen in die normale Wettkampfwoche rein  und wollen uns total fokussieren auf das letzte Spiel gegen Hoffenheim. Es ist unser Anspruch gegen die TSG das Gleiche abzurufen, das wir heute gemacht haben.  Für uns in allererster Linie, wir können aber heute mitfühlen mit der Eintracht, weil es herausragend ist, was sie leisten und einen Matchball hatten für das internationale Geschäft.“

Die 05er also als spielstarke Spielverderber bei diesem Matchball. Im nächsten Match wollen sie auch Spielverderber für den Gegner sein, aber gleichzeitig ein weiteres positives Erlebnis für sich kurz vor der Sommerpause schaffen. Das kann, meint auch Keeper Florian Müller,  wichtig sein für den letzten Eindruck und die Zukunft: „Sehr wichtig. Jedes Spiel zählt jetzt. Wir können befreit aufspielen, wir haben den Klassenerhalt geschafft. Wir wollen uns in jedem Spiel verbessern. Das hat man gegen Frankfurt  gesehen, dass wir Gas gegeben haben, die Spiele nicht herschenken.“

Noch einmal zum vergangenen Sonntag: Kurz nachdem Anthony Ujah mit seinem bierbespritzten Trikot Rede und Antwort steht, tritt Sandro Schwarz mit seinem trockenen, schicken, blauen Rollkragenpullover vor die Presse. Was das textile Auftreten des Coaches betrifft, besteht übrigens große Aberglauben-Gefahr. Im Trainingsanzug an der Seitenlinie holte er diese Saison 1,11 Punkte im Schnitt. Seit dem Umstieg auf modisch-adrett steht er bei 1,67 Punkten. Da werden also in der Sommerpause noch einige Shoppingtouren angesagt sein.