Aus mit Ansage

Man hätte das Zeichen erkennen können: Als sich Jogi Löw nach der Niederlage gegen Mexiko lässig und sonnenbrillenbebrillt an einer Laterne dem Pressefotografen entgegenlehnte wie der Teilnehmer des Tom-Cruise-Look-A-Like Wettbewerbs einer kostenlosen Wochenzeitschrift. Man hätte es erkennen können: Und nun stelle man sich einfach vor wie Robert Langdon in Illuminati nach einem langen Blick auf ein altes Pergament endlich mit großen Augen den geheimen Hinweis erkennt: „Mein Gott! Es ist die rote Laterne der Gruppe F, an der er da lehnt!“.

Es gab aber weitaus deutlichere Hinweise. Zuletzt noch an jenem Nachmittag um 16 Uhr in Kasan als Schiedsrichter Mark Geiger dem Vergeigen seinen Anpfiff erteilte. Da stand also in der Aufstellung die Schlussfolgerung zementiert: Wenn Timo Werner gegen Schweden eine sehr gute 2. Halbzeit auf außen spielt, stelle ich ihn wieder in die Mitte nach vorne. Und wenn Sami Khedira gegen Mexiko unterirdisch gespielt hat, dann bringe ich ihn im entscheidenden Spiel wieder an die Oberfläche. Und wenn Julian Brandt zweimal als Torchancen-Garant nach Einwechslung auftritt, dann verzichte ich auf seinen Auftritt in der Startformation und probiere lieber Leon Goretzka aus. Und wenn…

…hm… an dieser Stelle sei Platz für andere ausschweifende Anmerkungen ähnlicher Art zum Selbstausfüllen (einige unstrittige Punkte sind vorausgefüllt):

_______   ___________   _________ Özil  ___________ ______ ______ behäbig

___________   ___      ___________    ________      ______  Körpersprache

_________   _____________   _______________   ________  _____________

__________     Verunsicherung   __________    __________      ______

_____________  _____________     ____________        Nibelungentreue.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.