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Fussball und Geld

Über Geld spricht man nicht! Über Geld liest man. Zum Beispiel ist uns zu Augen gekommen, dass sich bei Cristiano Ronaldo eine finanzielle Tragödie ereignet hat. Wie bekannt wurde, ist er nicht mehr der teuerste Fußball-Transfer seit Erfindung der Bankleitzahl, als er 2009 für 94 Millionen Euro von ManU nach Madrid wechselte. Wie die Website „Football Leaks“ leakte, soll Gareth Bale den Madrilenen 2013 sogar 100,8 Millionen an Tottenham wert gewesen sein. Man wollte aber nur 91 Millionen vermelden, um Herrn Ronaldo nicht zu erzürnen. Das ist traurig für Cristiano – oder wie es bei ihm heißen müsste: Unschön. Pecunia non olet, „Geld stinkt nicht“ – ihm schon.
Gestunken dürfte Bayern Münchens Innenverteidiger auch sein geleakter Gehaltszettel – sinnigerweise bei „WhatsApp“, denn er dürfte sich gedacht haben: What‘s Up – was geht ab? Von 330.400 Euro pro Monat Bruttogehalt ist zu lesen. Damit reißt er sogar knapp die Beitragsbemessungsgrenze bei der Krankenkasse.
Die Offenbarung eines Geheimnisses, also ein Leak, scheint aktuell die „Champions Leak“ der Presse zu sein. Das Original, die Champions League, wird am 16. Februar (Paris gegen Chelsea) mit dem Achtelfinale fortgesetzt. Freuen würde man sich auf ein Viertelfinale Bayern München gegen Real Madrid, wenn in der Halbzeit die Herren Bale und Ronaldo dem offensichtlich viel ärmeren Herrn Benetia mit mitleidigem Blick eine Stadionwurst ausgeben.
Fazit: Bei, wie der KICKER berichtet, erstmals auf eine Milliarde Euro pro Saison anwachsenden Spielergehältern der Bundesliga und knapp 10 Milliarden europaweit, müssen Spieler und Vereine immer besser darauf achten, dass sensible Daten nicht geleakt werden. Clever ist diesbezüglich der HSV. Der lässt Gehaltszahlen nicht leaken, sondern liegen.
In einem Rucksack im Park.

Science Fiction Ødegaard

Der Presseraum von Real Madrid ist zum Zerbersten voll.

Martin Ødegaard bahnt sich seinen Weg durch raunende Reporter und fokussierte Fotografen hinauf zum mürrischen Mediendirektor. Kameras klicken, Augen blicken.

Mediendirektor:
„Der heutige Tag, der 17. Dezember 2019, wird die Geschichte der Königlichen eingehen. Real trauert. Martin beendet eine Karriere! Martin, dein Statement.“
Ødegaard:
„Meine Damen und Herren von der Presse, liebe Fans. Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem ich meine lange, erfolgreiche Karriere beende. Ich bin heute 21 Jahre alt geworden – ich spiele jetzt schon fünf Jahre für Real Madrid. Ich habe die Champions League gewonnen, jedes Jahr die Meisterschaft und wurde zum Krawattenträger des Jahres ernannt. Mehr geht nicht. Mein Vertrag läuft eigentlich bis 2021 und ich danke Real, dass sie mir damals solch einen Rentenvertrag vorlegten. Aber ich bin jetzt in einem reifen, überreifen Fußballer-Alter. Jetzt sollen die Jüngeren ran. Es ist imponierend, was die 14jährigen heutzutage können. Als damals mit 15 in der Norwegischen Nationalmannschaft debütierte, war ich bei weitem nicht so weit wie die Jungs heute. Da merkt man einfach wie alt man ist. Auch was jetzt die Jungen mit 12 oder 13 Jahren verdienen! Ich war damals meiner Unterschrift hier in Madrid mit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr zufrieden. Dafür zieht sich keines der Talente heute noch die Trainingshose an. “
Mediendirektor:
„Haben sie Fragen?“
Reporter:
„Worauf freuen sie sich jetzt?“
Ødegaard: „Ich bin seit heute 21. Ich kann mir jetzt in den USA ein Radler bestellen.“
Mediendirektor:
„Vielen Dank für ihr Interesse. Wir sehen uns dann beim nächsten Spiel. Dazu noch ein Hinweis: Nicht im Kader für die Champions League Partie gegen die Even Jounger Boys Bern sind Gonzales Niño, der mit seiner Grundschulklasse Wandertag hat und Louis Bebè, wegen entzündeter Milchzähne.“