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The ÖZIL Case

Mesut Özil soll sich angeblich in irgendwelchen „Sozialen Medien“ geäußert haben. Fussball-Kolumne.de hat intensiv rechechiert: Es könnte dieser Post gewesen sein (ohne Gewähr):

Stellungahme 1/239
Ich hab dem Kevin sein Sandförmchen weggenommen und würde es wieder tun. Der is nämlich doof und gemein. Und weil alle jetzt mir die Schuld an dem Streit geben, werde ich ab sofort nicht mehr in die Schmetterlingsgruppe unserer Kita gehen, weil die Erzieherin, Frau Griendal auch doof ist. So! Jetzt habt Ihr’s! Eigentlich wollte ich das alles in Englisch schreiben, aber das krieg ich erst in der 3. Klasse.

Jedenfalls reagierte jetzt (23.7.18 – 14.34 Uhr) der DFB per Press-Mail:

PRESSEMITTEILUNG 23.07.2018

Erklärung des DFB zum Rücktritt von Mesut Özil

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich heute in einer Telefonkonferenz mit der Rücktrittserklärung von Mesut Özil befasst. 92-mal hat Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Er hat eine erfolgreiche Ära mitgeprägt, auf und gerade auch neben dem Platz. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist. Deshalb ist und bleibt der DFB Mesut Özil für seine herausragenden Leistungen im Trikot der deutschen Nationalmannschaften sehr dankbar.

Vielfalt ist eine Stärke, nicht nur im Fußball. Deswegen hat unsere Integrationsarbeit auf allen Ebenen eine zentrale Bedeutung. Von der Kreisklasse bis in die Nationalmannschaften gehören Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund zum DFB. Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen familiären Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen. Was uns alle dabei auf und neben dem Platz verbinden muss, ist die Beachtung der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play. Ein Bekenntnis zu diesen Grundwerten ist für jede Spielerin und für jeden Spieler erforderlich, die für Deutschland Fußball spielen.

Die Bilder mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan haben deshalb bei vielen Menschen in Deutschland Fragen aufgeworfen. Dass der DFB im Umgang mit dem Thema dazu auch einen Beitrag geleistet hat, räumen wir selbstkritisch ein. Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir. Es war aber wichtig, dass Mesut Özil, wie vor ihm bereits Ilkay Gündogan, mit Blick auf dieses Foto Antworten gibt, unabhängig vom sportlichen Ausgang des Turniers in Russland. Im DFB gewinnen und verlieren wir zusammen, alle, als ein Team.

Der DFB hätte sich gefreut, wenn Mesut Özil auf dieser gemeinsamen Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen. Er hat sich anders entschieden. Der DFB respektiert das, und es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.

Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir aber mit Blick auf seine Repräsentanten, Mitarbeiter, die Vereine, die Leistungen der Millionen Ehrenamtlichen an der Basis in aller Deutlichkeit zurück. Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland. Er verleiht unter anderem den Integrationspreis, er hat die Kampagne “1:0 für ein Willkommen” ins Leben gerufen und Zehntausende Flüchtlinge in die Fußballfamilie integriert. Er hat in den vergangenen 15 Jahren eine vielschichtige Integrationsarbeit etabliert, die bis in die Amateurvereine wirkt. Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.

Der DFB bedauert den Abschied von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Das ändert aber nichts an der Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen.

Direktion Öffentlichkeit und Fans

Die WM-Offensive!

Der feuchte Traum eines Offensiv-Fans. Wir schalten uns ein in die Reportage des WM-Finales, eine Minute vor Schluss..

„Neuer mit kurzem Abwurf auf Linksverteidiger Gnabry, der zunächst auf Innenverteidiger Müller passt. Müller lässt auf seinen Innenverteidiger-Kollegen Wagner abtropfen. Offenbar spekuliert die deutsche Mannschaft beim Stand von 8:8 auf die Verlängerung. Auch Bundestrainer Löw scheint das Unentschieden zunächst einmal absichern zu wollen, denn die Abwehrspieler Kruse, Brandt und Stindl stehen bereit zur Einwechslung.

Jetzt zieht Rechtsverteidiger Draxler etwas das Tempo an, dribbelt einen, zwei, drei Gegenspieler am eigenen 16er aus. Oh, das waren schöne Doppelpässe mit der deutschen Doppel-Sechs Reus und Volland. Jetzt der Seitenwechsel auf Sanè, der den Ball auf der linken Seite nach vorne treibt. In der Spitze bieten sich Gomez und Werner an, der Ball kommt aber dank einer schönen Flanke auf Petersen, der den Ball mit der Brust annimmt und in einer eleganten Bewegung schießt. Der Ball fliegt! Fliegt! Tooooor! 9:8! Abpfiff! Deutschland ist Weltmeister!“

Lehre aus leeren Länderspielen?

Bürgerkriegsähnliche Zustände vor den Vorverkaufsstellen. Mit Fäusten prügeln sich Fußball-Fans um die letzten Eintrittskarten. Jauchzend und glücksstrahlend verlassen Menschen die Szenerie, die gerade noch – in einem tragbaren Tresor – eine Eintrittskarte bekommen haben: Für das Spiel der Nationalmannschaft am 10.6.gegen San Marino. IRONIE AUS.

Was ist los mit dem Weltmeisterpublikum? Nur zwei der jüngsten acht Heimspiele waren ausverkauft. Noch präsent sind die leeren Ränge beim Abschiedsspiel von Lukas Podolski in Dortmund – auch beim Tschüss von Bastian Schweinsteiger in Mönchengladbach wurden tausende leere Sitzschalen mit riesigen Bastian-Banner und Fan-Fahnen überdeckt.

Wir schalten in die geheime Fan-Findungs-Kommission im abhörsicheren Keller unter der Otto-Fleck-Schneise. Gerade hat sich Joachim L. einen Badischen Weißwein „Nivea-Hang Südlage“ eingeschenkt, um sich die erste Halbzeit gegen Aserbaidschan schön zu trinken, als Oliver B. das Wort ergreift: „Das Problem am Zuschauerschwund beim Länderspielen, ist das Länderspiel. Das ist im Prinzip so wie der Trick beim Kochen: Da kann man das Tränen der Augen bei Zwiebelschneiden vermeiden, wenn man statt Zwiebeln Oliven nimmt.“

„Des isch ein högscht interessanter Ansatz“, erwidert Joachim L.. „Richtig!“, schaltet sich Manuel N. ein, „wenn wir bei Bayern München trainieren sind schon mehr Plätze besetzt als bei einem Länderspiel.“. „Fantastisch!“, ruft Kommissions-Chef Reinhard G., „ich hab’s!“ Zwei Wochen später. Mit Fäusten prügeln sich Fußball-Fans vor den Vorverkaufsstellen. Zu jedem Ticket für Deutschland gegen San Marino gibt es kostenlos eine DVD vom Bayern-Training und ein Glas Oliven.

 

 

Schweiniabschied

Gomez is back!

Die aktuelle Kader-Meldung des DFB:

Mario Gomez kehrt in den Kreis der Nationalmannschaft zurück, Kevin Trapp und Leroy Sané sind zum ersten Mal nominiert, Mesut Özil und Toni Kroos erhalten eine Pause. Bei der Nominierung seines Kaders für die Länderspiele am 13. November in Paris Saint-Denis gegen Frankreich (21.00 Uhr, live in der ARD) und am 17. November in Hannover gegen die Niederlande (20.45 Uhr, live im ZDF) setzt Bundestrainer Joachim Löw um, was er zuvor angekündigt hatte: Mit dem Doppelpack gegen die Nachbarn beginnt die Vorbereitung auf die EURO im kommenden Sommer in Frankreich, personelle Varianten inklusive.

Insgesamt nominiert Joachim Löw 25 Spieler, darunter vier Torhüter. Der Kader der Mannschaft setzt sich zusammen aus Spielern aus sechs verschiedenen Ligen – das ist Rekord in der DFB-Historie. Den größten Block stellt die Bundesliga mit 17 Spielern, aus der Premier League wurden Kapitän Bastian Schweinsteiger (Manchester United) und Emre Can (FC Liverpool) nominiert, aus der Primera División in Spanien Shkodran Mustafi vom FC Valencia, aus der Serie A in Italien Sami Khedira (Juventus Turin) und Antonio Rüdiger (AS Rom), aus der französischen Ligue 1 Torhüter Kevin Trapp (Paris St.-Germain) und aus der türkischen Süper Lig die Stürmer Mario Gomez (Besiktas Istanbul) und Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul).

Über seinen aktuellen Kader sagt Bundestrainer Löw: „Nun beginnt für uns die Phase der Vorbereitung auf die EM in Frankreich. Deswegen werden wir jede Gelegenheit nutzen, einige Varianten zu testen. Gleichzeitig habe ich mit Blick auf das EM-Turnier immer auch die Belastung unserer Spieler im Kopf. Die Saison ist noch sehr lang, in ausländischen Ligen gibt es teilweise keine Winterpause. Daher habe ich dieses Mal auf eine Nominierung von Mesut Özil und Toni Kroos verzichtet, zumal wir auf deren Positionen für die beiden Spiele auch Alternativen sehen wollen.“
Zur Rückkehr von Gomez sagt Löw: „Wenn Mario fit ist, regelmäßig
spielt, seinen Rhythmus und Selbstbewusstsein hat, dann kann er für jede Mannschaft wertvoll sein, natürlich auch für uns. Diese Voraussetzungen sind nun erfüllt. Mario erzielt in der Türkei wieder Tore, auch in der Europa League war er erfolgreich, er hat seine Sicherheit wieder. Ich freue mich sehr, dass er seine Verletzungsmisere überwunden hat. Er hat sich die Chance verdient, seine Qualitäten auch bei uns unter Beweis zu stellen und zu zeigen, dass er eine Option in unserer Offensive ist.“

Die Berufung von Leroy Sané ist für Löw die Konsequenz aus dessen
konstanten Leistungen im Verein, er sagt: „Wir haben Leroy ja bereits
über unsere U-Nationalmannschaften kennengelernt. Er gehört für mich zu
den positiven Erscheinungen dieser Saison. Er ist schnell, technisch
stark, sucht das Eins-gegen-Eins, ist unbeschwert. Wir sehen bei ihm
enormes Potenzial.“

Sanés Nominierung enthält eine Besonderheit: Zwischen Joachim Löw, DFB-Sportdirektor Hansi Flick und U 21-Trainer Horst Hrubesch wurde vereinbart, dass Sané nach dem Spiel gegen Frankreich zur U 21-Nationalmannschaft reisen wird, die am 17. November in Fürth gegen Österreich das wichtige Qualifikationsspiel für die U 21-EM in Polen bestreitet.

Mit Manuel Neuer (Bayern München), Bernd Leno (Bayer Leverkusen),
Ron-Robert Zieler (Hannover 96) und Kevin Trapp (Paris Saint-Germain) gehören vier Torhüter zum Kader. Dazu sagt Torwarttrainer Andreas Köpke:
„Wir freuen uns darauf, nun mal ein paar Tage in dieser Konstellation
intensiv miteinander zu trainieren und uns auch außerhalb des Platzes auszutauschen. Kevin Trapp haben wir schon länger im Blick und wollen ihn im Kreise der Nationalmannschaft sehen, er hat durch seinen Wechsel nach Paris noch einmal einen Sprung gemacht. Ron-Robert Zieler haben wir aber genauso weiterhin im Fokus wie Bernd Leno und Marc-André ter Stegen, der dieses Mal, auch wegen einer Zahn-Operation, nicht dabei ist.“

Das Spiel gegen Frankreich ist der 27. Vergleich mit der „Grande
Nation“. Neun Spiele gewann Deutschland, elfmal siegten die Franzosen, sechs Vergleiche endeten mit einem Remis. Zuletzt trafen sich die Teams beim Viertelfinale der WM 2014, in Rio siegte der spätere Weltmeister durch ein Tor von Mats Hummels mit 1:0.

Zum Spiel gegen Frankreich sagt Joachim Löw: „Die französische
Nationalmannschaft gehört für mich zu den besten Teams der Welt. Schon bei der WM hat sie gezeigt, auf welch hohem Niveau sie spielen kann. Ich freue mich, in Frankreich einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was uns dort im kommenden Sommer erwartet. Wir spielen im Stade de France, hier wird am 10. Juli 2016 der Europameister ermittelt. Für uns alle ist es auch eine gute Gelegenheit, die Atmosphäre in diesem Stadion schon
einmal zu erleben.“

Vier Tage nach dem Spiel in Saint-Denis endet das Jahr 2015 für den
Weltmeister mit dem Finale in Niedersachsen. In Hannover trifft die
Mannschaft auf die Niederlande. Über den Gegner im letzten Spiel des Jahres sagt Löw: „Die Niederlande hatten zuletzt wenig überzeugende Auftritte und Ergebnisse. Ich finde das sehr bedauerlich, für mich gehört so eine große und traditionsreiche Fußball-Nation zu einem EM-Turnier. Das Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden ist ein
Klassiker, ein Spiel, auf das sich jeder freut. Für uns wird die Partie
ein hervorragender Test im Hinblick auf die EM. Und völlig klar ist
auch, dass wir uns zuhause von unseren Fans mit einem guten Ergebnis aus dem Länderspieljahr verabschieden wollen.“

Gegen die Niederlande tritt eine Auswahl des DFB zum 41. Mal an. 15
Siege, 15 Remis und zehn Niederlagen stehen in der Bilanz. Zuletzt
trafen sich die Teams am 14. November 2012, in Amsterdam trennten sich Mannschaften mit einem torlosen Remis.

Für die Mannschaft geht es nach dem Jahreswechsel im März 2016 weiter, wieder stehen zwei Klassiker an. Am 26. März spielt der Weltmeister in Berlin gegen England, am 29. März in München gegen Italien.

Direktion Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit