Archiv der Kategorie: Bundesliga

Neue Wölfe durch Leitwolf

Die Wölfe feiern einen gute Saisonstart und verweisen auch auf den neuen Sportdirektor Marcel Schäfer. Der 34-jährige Neu-Manager nach dem 0:0 beim FSV Mainz 05 zu fussball-kolumne.de über seinen Einstand:

„Ich hatte gar nicht so viel Zeit nachzudenken. Es ist ungewohnt, dass man auf der Bank sitzt. Dass man nur an der Seitenlinie ist, da ist schon Wehmut dabei, weil man doch von Herzen Fußballer war, Aber bei so einer tollen Möglichkeit, als Sportdirektor bei meinem Herzensverein zu arbeiten, macht man das natürlich gerne. Ich glaube mit Jörg Schmadtke ist es auch eine super Konstellation: Ein Junger – ein Erfahrener. Ein Externer – einer der Stallgeruch hat. Ich glaube, das kann dem Verein zu zugutekommen.“

Rheinhessischer Jungbrunnen

Gegen den FSV Mainz 95 sehen derzeit die Gegner „alt“ aus. Nicht nur weil die Mannen (oder besser: Jungen) von Trainer Sandro Schwarz sieben Punkte aus den ersten drei Bundesligaspielen geholt haben.

Es gibt seit langem das Tor des Monats. Jetzt gibt es auch die Zahl des Monats. Sie lautet „23,2“. Das war das Durchschnittsalter in Jahren der 05er-Startelf beim jüngsten Heimsieg. Die Mega-Zahl: Es war der niedrigste Wert der Saison und es war überhaupt der Mainzer Vereinsrekord in Sachen Jugend, forsch!

Grundlage für den hochinteressanten Tiefstwert was das Bundesligadebut von Offensiv-Hoffnung Jonathan Burkardt. Der 18-jährige spielte als jüngster Profi im gesamten Kader vorne unbekümmert auf, während hinten der  knapp 14 Jahre „reifere“ Kapitän Niko Bungert die Abwehr zusammenhielt. Als der dann verletzt das Feld verlassen musste, wurde mit Ahmet Gürleyen der Nächste aus dem rheinhessischen Jungbrunnen an die Bundesligaoberfläche gespült. Und genauso wie beim Debut von Ridle Baku, war wieder der Sprung von der Zweiten in die Bundesliga-Mannschaft im wahrsten Sinne, ohne Anlauf. Während Baku sogar schon auf dem Weg zum Spiel der U23 den Mannschaftsbus verließ, wurde Innenverteidiger Gürleyen immerhin aus der Halbzeitpause der Regionalliga nach oben weg-„befördert“. Außer Baku, Gürleyen und Burkardt stand mit Torwart Florian Müller (20) sogar noch ein vierter Spieler aus dem eigenen Leistungszentrum auf dem Platz. Für den Schlussmann selbst ist der „23,2-Sieg“ aber weniger sensationell als es sich in der bundesweiten Beachtung anfühlt. Die Sport-BILD widmet dem Mainzer Tag der Jugend einen eigenen Artikel und zitiert Müller so: „Das Alter ist keine Ausrede für die Leistung auf dem Platz. Junge Spieler wollen sich immer beweisen und zeigen was sie können.“

Auch Leandro Barreiro Martins, der Zweitjüngste im Mainzer Kader (und wie Burkardt nach dem Jahr 2000 geboren), wird sich womöglich bald beweisen können. Das zumindest kündigte Sandro Schwarz, der auch erst 39 Jahre junge Cheftrainer der Mainzer, rund um den Weggang von Pablo de Blasis an: „Wir haben einige Optionen, auch zum Beispiel Leandro Barreiro, der eine gute Entwicklung genommen hat“.

Für Schwarz, der ja selbst in der Jugend des FSV spielte, ist das Vertrauen in den Nachwuchs nicht Zufall oder Zwang, sondern Überzeugung. Das sieht man auch an den Aussagen von Volker Kersting, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), gegenüber dem KICKER: „Sandro Schwarz hat sich extrem tief in diese Thematik hineinbegeben. Wir haben in der abgelaufenen Saison zusammen an Trainingsplänen, Spielformen und Spielprinzipien gearbeitet. Wir wollen, dass er sein Wissen einbringt, und er weiß, dass er davon profitieren kann, wenn Spieler aus dem NLZ eines Tages zu ihm stoßen.“

Und wie sieht es bei den Zugängen aus? Ziehen da erfahrene Recken den Altersschnitt nach oben? Weit gefehlt: Mit Jean-Philippe Mateta (21), Aarón Martín (21), Moussa Niakhaté (22) und Pierre Kunde Malong (22) standen vier der fünf jüngsten Neuverpflichtungen auf dem Platz – und der jüngste, nämlich Issah Abass (19), wäre wegen eines Infekts gar nicht einsetzbar gewesen.

Für den Trainer der jungen Wilden ist vor allem der beste Saisonstart seit fünf Jahren die willkommene Bestätigung für das Fördern des forschen Nachwuchses: „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind jetzt drin in der Saison und können noch besser werden mit dieser jungen Mannschaft. Das gibt ein gutes Gefühl.“

Die Journalisten dürften sich erinnert fühlen an die Bruchweg-Boys, als mit dem Trio Schürrle, Holtby, Szalai Mainzer Himmelsstürmer für Furore sorgten und in Boy-Band-Manier den Musik-Jubel zelebrierten.

Doch nicht nur auf dem Platz stehen die Jungen im Mittelpunkt. Auch im Block K dürfte im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg eine „U23“ der besonderen Art versammelt sein. Denn erstmals gibt es in der OPEL-Arena das Studenten-Special. Neben dem Ticket für das Spiel steht die After-Match-Party auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Uni im Kulturcafé auf dem Programm – zudem sorgt ein gratis Bitburger für die Wegzehrung nach der Partie.

Dabei wollen die Studenten sicher auf einen Mainzer Sieg anstoßen – ganz egal wie alt die Torschützen sind.

 

Mainzer „Rasen“ in die Saison!

In Mainz b(r)aut sich was zusammen!

Der FSV Mainz 05 ist mit vier Punkten aus zwei Spielen und einem Unterzahl-Pokalsieg in Aue in die Saison gestartet. Jetzt wird das neue Gefühl – weg vom Abstiegskampf-Vereinsstress 17/18 – auch optisch. Ein neuer (von bald mehreren) Trainingsrasen am Bruchwegstadion (Infos unten) und ein neuer Rasen im Stadion: Die Rheinhessen „Rasen“ in die neue Spielzeit.

Mit erfrischendem, kraftvollem Offensivfußball, trotz den großen Verletzungsproblemen, wurde nach dem verdienten Sieg gegen Stuttgart auch ein (in der ersten Hälfte verdienter) Punkt in Nürnberg erspielt. Die Spieler von Trainer Sandro Schwarz sind sichtbar selbstbewusst, obwohl teils „grün“ hinter den Ohren: Es war die jüngste aller Mannschaften am zweiten Spieltag – eine Mannschaft, die bisher die Gegner zum „Rasen“ brachte.

Foto: Mainz 05

Infos zum neuen Rasen in der FSV-Pressemitteilung:

Den 05ern steht eine ganz besondere Premiere ins Haus: Nach monatelangen Umbaumaßnahmen, dem
Abbau der ehemaligen Hinter-Tor-Tribüne sowie extensiven Erschließungsarbeiten von Heiler Sportrasen wird
am Montag, 10. September (15:30 Uhr) erstmals einer der neuen Trainingsplätze am Bruchweg von den Profis
des 1. FSV Mainz 05 als Trainingsrasen genutzt. Den Trainingskiebitzen steht eine eigens geschaffene, an
den Dr.-Martin-Luther-King-Weg angrenzenden Tribüne zur Verfügung. Von den erhöhten Stufen aus kann das
Training optimal aus verschiedenen Höhenpositionen beobachtet werden.
Der Zugang zur Tribüne erfolgt aufgrund der anhaltenden Bauarbeiten rund um das Trainingsgelände
ausschließlich über ein eigens für diesen Zweck geschaffenes Tor am Dr.-Martin-Luther-King-Weg, welches
sich von den Gästekassen und dem ehemaligen Gästezugang aus gesehen einige Meter weiter Richtung SWR
die Straße hoch befindet. Dieser Eingang führt direkt auf die Zuschauertribüne des Trainingsplatzes. Über das
Bruchwegstadion selbst gibt es aus Sicherheitsgründen keinen Zugang zur Tribüne.

MUTMASSLICHE EREIGNISSE

Mit der Pokalrunde startet die Fußballsaison für jetzt alle Clubs durch. Was wird uns in den nächsten Monaten erwarten?

Vermutlich das:

24.8.18
Das erste Bundesligawochenende wird anstrengend für Sebastian Rudy. Weil er sich nicht entscheiden kann, spielt er für Bayern, Schalke UND Leipzig je 30 Minuten.
31.8.18
Das Bundesbildungsministerium schafft den Numerus Clausus ab. Stattdessen: Wer studieren möchte, muss auswendig aufsagen wie die neue UEFA-Nations-League funktioniert. Die Deutschen Universitäten befürchten dramatische Durchfallquoten.
18.9.18
Erster Spieltag der Champions League Gruppenphase. Real Madrid will es den Gegnern diese Saison etwas leichter machen und tritt mit Ski-Schuhen an. Jose Mourinho verweigert beim Spiel von ManU gegen Hoffenheim den Begrüßungshandschlag mit Julian Nagelsmann: „Was wollte der Balljunge von mir?“
3.10.18
Großer Friedensgipfel zum Tag der Deutschen Einheit zwischen DFB Präsident Grindel und Mesut Özil. Der Kompromiss: Özil lässt sich maximal 3 x pro Jahr mit Autokraten fotografieren und Grindel spielt nie mehr für Arsenal London.
22.12.18
Letzter Spieltag vor der Winterpause. Der FC Bayern gastiert bei Eintracht Frankfurt. Nach dem derben 5:0 im Supercup bietet Niko Kovac an, beide Mannschaften zu coachen. Er taktiert beide Teams zu einem 3:3 und bekommt den DFB-Fairness-Preis.
15.1.19
Jetzt wird klar, weshalb der Wechsel von Witsel aus China nach Dortmund doch noch geklappt hat. Wie jetzt der BND ermittelt hat, lebt seit August ein chinesischer Spion in Witsels Frisur.
24..4.19
Im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Dortmund und Schalke läuft zur Halbzeit schon alles auf ein Unentschieden hinaus, denn die Borussen führen 4:0. Beim Elfmeterschießen köpft Naldo das entscheidende 8:7.
1.9.19
Liverpool verliert das Champions League Finale wieder gegen Real Madrid. Jürgen Klopp erkundigt sich bei den Spaniern, wo man sich die Ski-Schuhe kaufen kann.