Archiv der Kategorie: Bundesliga

MUTMASSLICHE EREIGNISSE

Mit der Pokalrunde startet die Fußballsaison für jetzt alle Clubs durch. Was wird uns in den nächsten Monaten erwarten?

Vermutlich das:

24.8.18
Das erste Bundesligawochenende wird anstrengend für Sebastian Rudy. Weil er sich nicht entscheiden kann, spielt er für Bayern, Schalke UND Leipzig je 30 Minuten.
31.8.18
Das Bundesbildungsministerium schafft den Numerus Clausus ab. Stattdessen: Wer studieren möchte, muss auswendig aufsagen wie die neue UEFA-Nations-League funktioniert. Die Deutschen Universitäten befürchten dramatische Durchfallquoten.
18.9.18
Erster Spieltag der Champions League Gruppenphase. Real Madrid will es den Gegnern diese Saison etwas leichter machen und tritt mit Ski-Schuhen an. Jose Mourinho verweigert beim Spiel von ManU gegen Hoffenheim den Begrüßungshandschlag mit Julian Nagelsmann: „Was wollte der Balljunge von mir?“
3.10.18
Großer Friedensgipfel zum Tag der Deutschen Einheit zwischen DFB Präsident Grindel und Mesut Özil. Der Kompromiss: Özil lässt sich maximal 3 x pro Jahr mit Autokraten fotografieren und Grindel spielt nie mehr für Arsenal London.
22.12.18
Letzter Spieltag vor der Winterpause. Der FC Bayern gastiert bei Eintracht Frankfurt. Nach dem derben 5:0 im Supercup bietet Niko Kovac an, beide Mannschaften zu coachen. Er taktiert beide Teams zu einem 3:3 und bekommt den DFB-Fairness-Preis.
15.1.19
Jetzt wird klar, weshalb der Wechsel von Witsel aus China nach Dortmund doch noch geklappt hat. Wie jetzt der BND ermittelt hat, lebt seit August ein chinesischer Spion in Witsels Frisur.
24..4.19
Im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Dortmund und Schalke läuft zur Halbzeit schon alles auf ein Unentschieden hinaus, denn die Borussen führen 4:0. Beim Elfmeterschießen köpft Naldo das entscheidende 8:7.
1.9.19
Liverpool verliert das Champions League Finale wieder gegen Real Madrid. Jürgen Klopp erkundigt sich bei den Spaniern, wo man sich die Ski-Schuhe kaufen kann.

Ante Rebic bleibt und eine Vermutung kommt

Mit Freude im Blick und Stolz im Tonfall begrüßt Eintracht-Pressesprecher Marc Hindelang den Star-Spieler Ante Rebic auf dem Podium und die Presse im Raum. Kein Wunder, denn zu verkünden und befragen ist das Thema „Rebic bleibt bei der Eintracht.“ Ein echter Coup angesichts der offenbar gut klingenden Anfragen anderer Vereine. Rebic dazu: „Finanziell gab es wesentlich bessere Angebote, aber ich bin glücklich zu bleiben und habe ein gutes Gefühl mit dem Coach.“

Eine „Rekordsumme“ wäre es geworden, meinte Sportvorstand Fredi Bobic („Wir haben alles reingelegt, was wir konnten“) Stunden zuvor auf einer anderen Pressekonferenz. Denn es war die Zeit der positiven Meldungen beim hessischen Pokalsieger: Bobic, sowie Marketingvorstand Hellmann und Sportdirektor Hübner – alle verlängern, bzw. bekamen Vertragsverlängerungen.

Eine ersten Bewegungen von Hindelangs Mundwinkel Richtung neutral/nachdenklich kommen allerdings gleich während der ersten Frag aus dem Plenum – ob denn Ante Rebic eine Ausstiegsklausel hat? Rebic antwortet via Übersetzer: Da müsse man die sportliche Leitung fragen.

Ein Indiz, was die in diesem Augeblick geantwortet hätte (natürlich würden sie keine klare Auskunft erteilen), ist die Andeutung von Rebics Trainer Adi Hütter, wenige Minuten später: „Wenn er noch so eine super Saison spielt, kann ich mir vorstellen, dass es Interessenten gibt, dass er geht. Ich wünsche mir natürlich, dass er lange hierbleibt, aber wenn man heute den Markt anschaut: Da gibt es immer Vereine, die einen Spieler suchen wie ihn. Wenn er bleibt, bin ich happy, wenn es früher ist, soll der Verein eine ordentliche Ablöse bekommen.“

An dieser Stelle also eine Vermutung: Seine Vertragsverlängerung wird eine Win-Win-Win-Situation. Er wird durch eine klare Ausstiegsklausel, bei zuvor besseren Bezügen, 2019 zu Bayern München wechseln. Dann wird der durch „Robbery“ versperrte Weg frei und alle sind zufrieden: Eintracht mit Ablöse auf dem Konto, Rebic und Bayern mit Planungssicherheit, Kovac mit seinem Star vereint.

Und hier noch die offizielle Pressemitteilung der Eintracht:

Kroatischer Topspieler verlängert um ein weiteres Jahr – Bobic: „Vertragsverlängerung spricht für Eintracht Frankfurt“
Eintracht Frankfurt kann auch zukünftig auf die Dienste von Topspieler und Vizeweltmeister Ante Rebic bauen. Der pfeilschnelle Offensivspieler verlängert seinen laufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022. Damit hat die Sportliche Leitung um Fredi Bobic und Bruno Hübner eine wichtige Planstelle geschlossen und einen absoluten Leistungsträger der vergangenen beiden Jahre langfristig an den Klub gebunden. „Ante gehört sicher zu den positivsten Erscheinungen der Weltmeisterschaft, und wir müssen keinen Hehl daraus machen, dass das Begehrlichkeiten weckt. Es spricht für Eintracht Frankfurt, dass es uns gelungen ist einen solchen starken Spieler, den man durchaus als Senkrechtstarter bezeichnen kann, zu halten. Ante wurde von einigen Topklubs umworben und hatte auch das eine oder andere wirtschaftlich bessere Angebot vorliegen. Dass er bei uns bleibt, zeigt, dass er den Adler im Herzen trägt und wir mit unseren Planungen auf dem richtigen Weg sind. Und es zeigt auch, dass wir in Sachen Wirtschaftlichkeit einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben und Spitzenspieler halten können“, sagt Eintracht-Sportvorstand Bobic, der in den letzten Tagen gemeinsam mit Sportdirektor Hübner akribisch an dieser idealen Lösung gearbeitet hat. Für Bobic ist Rebic ein Schlüsselspieler in der kommenden Saison: „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit passt er ganz hervorragend in das System unseres Trainers Adi Hütter. Uns war wichtig, dass wir seine Qualitäten weiter in unseren Reihen haben. Für viele Eintracht-Fans ist Ante eine Identifikationsfigur – nicht zuletzt durch seine beiden wunderschönen Treffer im Pokalfinale. Alle, die für Eintracht Frankfurt die Daumen drücken, dürfen sich über diese tolle Nachricht freuen.“
Hinter Rebic liegt ein ereignisreicher Frühsommer. Zunächst schaffte der in Split geborene Stürmer mit dem fünften DFB-Pokalsieg der Frankfurter Historisches. Als erster Eintracht-Spieler überhaupt schoss Rebic in einem Endspiel beim 3:1 gegen den FC Bayern München zwei Tore und hatte somit maßgeblichen Anteil am Triumph der Hessen. Mit der kroatischen Nationalmannschaft blieb er bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft auf der Erfolgsspur und zog völlig überraschend ins Endspiel ein. Auch hier war es Rebic, der im Konzept von Trainer Zlatko Dalic eine wichtige Rolle spielte.
Nun kann die Eintracht auch weiterhin auf Rebics Siegermentalität setzen. Für Hübner ein weiterer Eckpfeiler in der neu konstruierten Mannschaft: „Ich habe im Trainingslager immer gesagt, dass wir in einem Umbruch stecken – aber keinesfalls die Ruhe verlieren. Es ist in allen Belangen ein gutes Zeichen, dass wir weiterhin auf Ante zählen können.“ In seinen bislang 49 Bundesligaspielen traf der Kroate acht Mal (fünf Torvorlagen). Im DFB-Pokal war Rebic in acht Spielen vier Mal erfolgreich. Eine Erfolgsgeschichte, die Ante Rebic gerne in Frankfurt weiterschreiben möchte.
 

Eintracht Frankfurt Fussball AG

Hat Mainz 05 die Siegesformel?

Das Objekt der Begierde der Römer bei „Asterix und Obelix“: Die Formel für den Zaubertrank. Keine Chance, die herauszubekommen. Das Objekt der Begierde der Mainzer vor der nächsten Partie: Die Formel für den Heimsieg gegen Freiburg. Doch diese Formel ist schon eher zu entschlüsseln. Denn das Rezept war zuletzt bei zwei ungeschlagenen Spielen schon fast vollständig: Kampf, Leidenschaft, Mut, Zusammenhalt. Jetzt soll die letzte Zutat hinzu: Chancenverwertung. Die Form für Freiburg ist da – jetzt muss die Siegesformel gelingen.

Aller guten Dinge sind Drei? Der Neustart der 05er nach der Länderspielpause geht in die dritte Runde. Mit zwei Unentschieden als Anlauf will den Rheinhessen jetzt mit einem Dreier-Sprung der Dreisprung gelingen: Erster Sprung: Hamburg und Köln auf Distanz halten. Zweiter Sprung: Freiburg mit in die rote Zone ziehen. Dritter Sprung: Das Selbstvertrauen weiter steigern und den Neustart veredeln. Den aus Mainzer Sicht positiven Gesamttrend beschreibt Rene Adler nach dem jüngsten Spieltag so: „Ein Stückweit können wir stolz sein auf das Team, dass wir nach vielen Rückschlägen gerade nach der Länderspielpause, als wir viel einstecken mussten, uns wirklich zusammengesetzt haben, auch mit den Fans viel gesprochen haben. Man sieht, dass wir ein bisschen geschlossener sind auf dem Platz. Ich bin felsenfest überzeugt, dass das irgendwann belohnt wird. Heute war es knapp davor – vielleicht schaffen wir es gegen Freiburg zu Hause.“

So formulierte es der Keeper nach dem Auswärtsspiel in Köln. Apropos formulieren: Es gibt einige Formeln, die die auch objektiv besser gewordene Form zeigen:

3 – 2 – 2 – 2 – 2 – 1 – 1 – 0

Die Hinten-immer-dichter-Formel! Seit acht Heimspielen zeigt die Tendenz der Gegentore gegen 0. Die Abwehr wird zu Hause immer schwerer zu überwinden. Und wenn hinten „die Null“ steht, könnte vorne eben auch mal nur eine eiskalt ausgenutzte Situation reichen. Immerhin: Auf insgesamt zwölf Torschützen verteilen sich die 30 Mainzer Treffer – und das sind immerhin vier mehr als bei den Freiburgern, die sich zudem eher auf Nils Petersen mit seinen 13 Treffern verlassen müssen. Und der scheiterte zuletzt sogar vom Elfmeterpunkt.

4 – 3 – 3

Die Neustart-Formel! Mit der Umstellung auf eine Viererkette und dem Mitte-Dicht-Trio Jean-Philippe Gbamin, Suat Serdar und Danny Latza ist defensive Stabilität erkennbar – kreative Stabilität! Denn das Trio bringt sich immer besser auch mit Dribblings und Kombinationen offensiv ein. Vorne lauert das Angriffstrio mit Wandspieler und Flügeln. Doch noch gelingt es viel zu selten den Ball aussichtsreich in der „Box“, also dem 16-Meter-Raum, zum Abschluss aufzulegen. Doch die Formkurve zeigt auch dabei nach oben. Auf die offensive Nullnummer gegen Mönchengladbach folgte das Tor von Pablo De Blasis in Köln – und das hatten sich der Schütze und seine Kameraden ausgeheckt: „Die Situation, die zum 1:1 geführt hat, trainieren wir manchmal. Wir haben vorher darüber gesprochen, dass es wichtig ist, dass wir in der Box vor dem Tor Präsenz zeigen. Und je häufiger wird dort sind, umso mehr Torgefahr strahlen wir aus. Wir haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, was wir können.“

50.000 Zuschauer – 54 % – 97 Minuten – 1 Punkt

Die Auswärtspunkt-Formel! Wenn 50.000 Zuschauer eine Führung feiern und ihr Heimteam anpeitschen, ist es nicht selbstverständlich, dass das Auswärtsteam so hartnäckig, mutig und stabil reagiert. Doch die 54% gewonnen Zweikämpfe (Köln 46%) sind ein Indiz für das große Ganze: Wie die 05er den Rückstand und das drohende Heranrücken der „Geißböcke“ in der Tabelle weggesteckt haben, war beeindruckend – und Danny Latza beschreibt, wie sich das auf dem Rasen angefühlt hat: „Ich wusste, was das hier für ein Hexenkessel wird vor 50.000 Zuschauern. Und wenn dann alle gegen dich pfeifen, so wie das bei mir der Fall war, dann motiviert das zusätzlich. Der Kampf war heute da, die Mentalität war heute da. Darauf können wir aufbauen.“ Und beim Kämpfen mussten sogar Überstunden gemacht werden. Denn mit Ablauf der regulären Spielzeit verabschiedete sich Giulio Donati mit unsinnigem Gelb-Rot und es waren somit sieben Minuten Nachspielzeit in Unterzahl zu überstehen. Was heißt überstehen? In der 97. Minuten hätte Robin Quaison sogar noch den Auswärtspunkt verdreifachen können: „Wir haben heute zwei Punkte verloren. In der letzten Szene hätte ich ein Tor machen müssen.“ Sportvorstand Rouven Schröder sieht das etwas gnädiger: „Gut war, dass wir trotz Unterzahl in der Nachspielzeit auf Sieg gespielt haben. Jetzt haben wir ein großes Ziel: Den SC Freiburg einzuholen. Deshalb geht unser Fokus sofort auf das Spiel gegen Freiburg“. Und auch für Trainer Sandro Schwarz hatte der Punkt eine emotionale und leidenschaftliche Schleife obendrauf: „Erstmal steht die Leistung im Vordergrund – und die war sehr gut auswärts. Aber klar, wenn du hinten raus den lucky Punch machst, war das Gefühl, dass wir auch drei Punkte hätten machen können – von der Art und Weise her wie wir aufgetreten sind.“

Mönchengladbach-0 + Neustart-Emotion + lucky Punch

Das könnte die Formel für das Freiburg-Spiel werden! Hinten die Null wie gegen Borussia Mönchengladbach, die Leidenschaft und Dynamik wie seit dem Neustart nach der Länderspielpause und vorne spätestens ein lucky Punch!

Die Formkurve zeigt nach oben – jetzt muss bei den Mainzern aber, Formeln hin Formeln her, Gas gegeben werden. Wie in der Formel 1. Sonst holt Freiburg das Safety Car und bremst aus.

 

Summer-Time im Kino?

„HOME OFFICE – Hilfe aus dem Abseits“

Sehr super spannender Spionage-Thriller (D, 2018/19)

Dortmund/Hollywood (dpasid) – Bereits die Planungen für diesen Film schlagen hohe Wellen. Die weltweite Sport-Cinema-Szene von Gelsenkirchen-Buer bis Los Angeles hält den Atem an. Die OSCARS® werden schon bereitgestellt: Wie die Filmstudios Akki-Susi-Productions und Leinwand-Lüdenscheid-Pictures mitteilen, beginnen ab Sommer 2018 die Dreharbeiten für den Blockbuster „Homeoffice – Hilfe aus dem Abseits“.

demnächst wirklich im Kino?

Im starbesetzten Thriller geht es um den hartgesottenen Sport-Spion Mathew Summer. Er versorgt von seinem mit High-Tech ausgestatteten Münchner Büro aus einen Fußball-Club per Telefon und Tablet mit externen Forschungsergebnissen. Summer bereitet so dem in nächster Nähe agierenden Konkurrenten Carl Rimmenuggy größte Probleme. Unterstützt wird der ehemalige FCB-Agent Summer von der Geheimorganisation EUROSPORT, die ihn offiziell als Magnettafel-Maler beschäftigt, aber hinter den Kulissen mit heimlich abfotografierten Laufwegen und ausgedruckten Fehlpassquoten versorgt. Als Rimmenuggy von Summers Home Office Intrige erfährt, fasst er einen teuflischen Plan: Er aktiviert den verschollen geglaubten Summer-Mentor Omar Heatfield

Für die Besetzung der Hauptrollen haben die Produzenten keine Kosten und Mühen gescheut. Mathew Summer wird gespielt von Comedy-Star Eddy Murphy, der sich zur Vorbereitung seiner Rolle für einige Zeit als „Pierre-Emerick Aubameyang“ in die deutsche Fußballszene geschmuggelt hatte. Für die Besetzung von Carl Rimmenuggy wird noch gecastet, aber es gilt als 50+1 Prozent sicher, dass Newcomer-Star Andrew Rettig den Zuschlag erhält. Des Weiteren stehen für den Cast fest: Eric Cantona als Omar Heatfield und Danny deVito als Summers Telefon.

Wie das Fachmagazin „Hollywood Kicker-Bild“ erfahren haben will, haben die Hauptdarsteller bereits für einen zweiten Teil unterschrieben. Arbeitstitel: „Home Office – heißer Draht zu Jogi Lion“.