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Eintracht-Wachstum

Das „SG“ im Vereinsnamen des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist die Abkürzung für „Sportgemeinde“. Sie könnte aktuell aber auch stehen für „stetig größer“. Von Mitgliederzahlen bis Umsatz: Die Eintracht wächst in mehreren Belangen.

Zuletzt zu beobachten beim Heimspiel gegen den Tabellenführer Borussia Dortmund. Mit dem 1:1 (1:1) vergrößerten die Südhessen ihr Punktekonto um einen auf jetzt 32. Vor dem zum zweiten Mal in dieser Saison mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Haus wurde noch ein weiteres „größer werden“ offensichtlich. Das des Kaders. Mit Leihspieler Martin Hinteregger (FC Augsburg) stand, neben dem Winterzugang Sebastian Rode (aus Dortmund geliehen), gleich noch ein neuer Innenverteidiger auf dem Platz. Zur Zufriedenheit seines Trainers Adi Hütter: „Wenn man berücksichtigt, dass er erst einmal mit der Mannschaft trainiert hat und es einen Unterschied gibt zwischen unserer Spielidee und der von Augsburg: Ich habe ihn im Laufe des Spiel immer stärker gesehen. Wenn man noch bedenkt, dass er als Linksfuß auf der rechten Seite spielen musste, bin ich mit seiner Leistung sehr zufrieden.“ Der Kader wurde in diesen Tagen aber noch anderweitig vergrößert. Mit den Talenten Almamy Turè (AS Monaco), Tuta (FC Sao Paulo U20) und Patrik Finger aus dem eigenen Nachwuchs unterstreicht die Eintracht weiter ihre ambitionierte Zukunftsstrategie: Das erfolgreiche internationale Auftreten soll Dauerthema werden.

„Groß“-artige Zahlen gab es bereits unter der Woche zu vermelden. Die wohl imposanteste: Innerhalb eines Jahres wuchs, sicher auch durch die Magnetwirkung des goldenen DFB-Pokals, die Mitgliederzahl um 17.500. Die jetzt 67.500 (2015 noch rund 30.000) sollen aber nach Wunsch von Präsident Peter Fischer nur ein Meilenstein sein: „Wir haben das Potenzial, um die magische Mauer von 100.000 Mitgliedern zu überspringen.“

Auch am Umsatz ist das Wachstum abzulesen. Marketingvorstand Axel Hellmann kündigte bei der Mitgliederversammlung Ende Januar an: „Das wird das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Aktiengesellschaft.“ Für die seit 2000 existierende AG heißt das in Zahlen, dass ein Umsatz von 160 Millionen Euro für die laufende Spielzeit prognostiziert wird – also noch einmal etwa 20 Millionen mehr als in der mit dem Pokal gekrönten Spielzeit. Geld soll aktuell nicht nur in Beine eingesetzt werden, auch in Steine. Fest geplant ist der Bau eines Funktionsgebäudes mit Geschäftsstelle neben dem Stadion. Die Eintracht wächst also bald auch rein optisch – mit verbesserter, modernerer Infrastruktur.

Wie im wahrsten Sinne „kräftig“ das Gesamtgebilde Eintracht Frankfurt geworden ist, zeigt sich sportlich eben auch beim Duell mit dem Meisterschaftsfavoriten Dortmund. In der Nachspielzeit waren es die Hausherren, die noch deutlicher auf den Siegtreffer hinarbeiteten. Auf „Augenhöhe, was die Intensität betrifft und das Physische“ (Hütter) mit dem Spitzenreiter – das macht auch den österreichischen Coach zuversichtlich, das Punktekonto weiter anwachsen zu lassen: „Heute haben wir gegen die stärkste Mannschaft aktuell gespielt. Und wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gut gewehrt. Wir haben auch versucht dieses Spiel zu gewinnen. Die Mentalität, die Einstellung zum Spiel, dass man immer wieder versucht nach vorne zu spielen und das Spiel gewinnen zu wollen hat mir sehr gut gefallen.“

Die Euphorie im Umfeld der Eintracht, vom gestiegenen Sponsoreninteresse bis zum Mietgliederzahlenboom, spüren die Spieler auch in der Stadt. Kapitän Gelson Fernandes bestätigt das, allerdings inklusive erhobenem Zeigefinger: „Ich denke die Leute sind stolz auf uns. Aber nur wenn wir kämpfen. Dieser Enthusiasmus ist gut, aber um das zu erhalten, müssen wir weiter viel investieren und nicht denken, es kommt von alleine.“

Das Motto „viel investieren“ ist also an allen Ecken und Enden der Eintracht zu spüren und damit aktuell eine runde Sache.

Neues Bobic-„Fundstück“?

Er hat es wieder getan: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat wieder einen „Namenlosen“ gefunden. Seit seinem Engagement bei den Hessen hat Bobic einen guten Riecher für junge Spieler – und/oder aus der zweiten Reihe von großen Klubs. Jetzt vermeldet die SGE einen weiteren Transfer für die Zukunft:

Perspektivspieler Tuta kommt aus Sao Paulo an den Main

Lucas Silva Melo, genannt „Tuta“, wechselt vom FC Sao Paulo an den Main. Der Abwehr-Allrounder, der sowohl Innenverteidiger als auch Rechtsverteidiger spielen kann, unterschreibt bei der Eintracht einen Vertrag über die kommenden viereinhalb Jahre bis zum Sommer 2023.

„Die Verpflichtung des Spielers folgt unserer Leitlinie, junge und talentierte Spieler aufzubauen. Ähnlich wie bei anderen jungen Talenten, die bereits den nächsten Entwicklungsschritt gehen konnten, hoffen wir bei Tuta, dass er uns perspektivisch weiterhelfen kann. Wir geben ihm die Zeit und Möglichkeit sich bei uns zu entwickeln“, sagt Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic: „Wir haben ihn lange sehr genau beobachtet und sind von seinem Potenzial überzeugt.“

„Ich freue mich auf die Herausforderung bei Eintracht Frankfurt. Für mich ist das meine erste große Station, also etwas ganz Besonderes. Ich habe schon viel Positives über Frankfurt gehört und bin voller Vorfreude“, so der 19-Jährige.

Lucas Silva Melo erblickte am 4. Juli 1999 das Licht der Welt und war zuletzt in der B-Mannschaft des brasilianischen Traditionsvereins aus Sao Paulo aktiv. Der Rechtsfuß wird künftig die Rückennummer 35 tragen.

Eintracht Frankfurt Fussball AG

 

Spoiler-Alarm 2019!

Schade! Die Spannung ist schon raus aus der Bundesliga-Rückrunde. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat für die SportBILD alles verraten.  Bayern nur Zweiter, Mainz auf Platz 12 und so weiter…

Jetzt ist es eh‘ egal: Dann kann man ja auch den Rest des Sportjahres spoilern:

30. Januar
Der KICKER findet heraus: Während die Bayern-Spieler im Trainingslager in Doha Fußball geübt haben, haben die Funktionäre Pressekonferenzen geübt.
21. Februar
Das Euro League Heimspiel der Eintracht gegen Donezk beginnt mit einer Stunde Verspätung, weil sich Tierschützer von PETA an die Torpfosten gekettet hatten. Erst dann konnten sie überzeugt werden, dass bei Frankfurt nicht wirklich Büffel spielen.
1. April
Bei einer UEFA-Sitzung wird überlegt, nach der schon beschlossenen Euro League 2 auch noch die Euro League 3 und Euro League 4 ab 2024 einzuführen, damit wirklich fast jeder international spielen kann. Qualifiziert sind alle Teams, die gegen Evelyn Burdecki im Scrabble gewinnen.
18. Mai
Mit 30 Punkten Vorsprung wird Borussia Dortmund Deutscher Fußballmeister. Dank Berater Matthias Sammer! Der übernimmt daraufhin weitere Beratertätigkeiten.
20. Mai
Erst seit zwei Tagen arbeitet Sammer bei seinen neuen Berater-Jobs und schon ist die Welt nicht mehr so, wie sie war: Klimawandel gestoppt, Kriege beendet, Ribery isst Steaks unvergoldet.
1. Juni
Champions League Final-Revanche-Kampf zwischen Liverpool und Madrid. Die Spanier bekommen kurz vor dem Spiel eine einstweilige Verfügung zugestellt: Sergio Ramos muss eine Fußfessel tragen und darf sich Mo Salah nur bis auf 5 Meter nähern.
16. August
Vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel wird endlich die neue Handregel-Vereinfachung verkündet: Bei jedem Profispiel wird künftig ein FBI-Agent mit Lügendetektor sitzen, der beim Spieler ermittelt, ob es sich um absichtliches Handspiel handelt.
1. Dezember
Beim letzten Rennen der Formel 1 Saison in Abu Dhabi wird es endlich wieder spannend zwischen Vettel und Hamilton. Beide starten mit der gleichen Punktzahl. Am Ende allerdings siegt Lewis Hamilton klar – Sebastian Vettel kommt als Letzter ins Ziel. Vielleicht hätte er nicht seinen Berater Sammer im Wohnwagen-Anhänger hinterherziehen sollen.

Neue Wölfe durch Leitwolf

Die Wölfe feiern einen gute Saisonstart und verweisen auch auf den neuen Sportdirektor Marcel Schäfer. Der 34-jährige Neu-Manager nach dem 0:0 beim FSV Mainz 05 zu fussball-kolumne.de über seinen Einstand:

„Ich hatte gar nicht so viel Zeit nachzudenken. Es ist ungewohnt, dass man auf der Bank sitzt. Dass man nur an der Seitenlinie ist, da ist schon Wehmut dabei, weil man doch von Herzen Fußballer war, Aber bei so einer tollen Möglichkeit, als Sportdirektor bei meinem Herzensverein zu arbeiten, macht man das natürlich gerne. Ich glaube mit Jörg Schmadtke ist es auch eine super Konstellation: Ein Junger – ein Erfahrener. Ein Externer – einer der Stallgeruch hat. Ich glaube, das kann dem Verein zu zugutekommen.“