FC BAYERN INFORMIERT zum Thema Super-Leage

Auf Wunsch der deutschen ECA-Mitglieder hat der FC Bayern München am heutigen Dienstag, den 22. Mai, den ECA- Präsidenten Andrea Agnelli zu einem Treffen in die Allianz Arena eingeladen. Daran teilgenommen haben neben dem FC Bayern München Vertreter von SV Werder Bremen, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

Andrea Agnelli hat in diesem Zuge die deutschen Vereine über den Stand und den Ablauf des Reform-Verfahrens der europäischen Club-Wettbewerbe ab 2024 informiert. Außerdem wurde im weiteren Verlauf über die deutsche Position diskutiert.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, zu diesem Treffen: „Ich darf mich ausdrücklich bei Andrea Agnelli für sein Kommen bedanken. Mein Eindruck nach diesem sehr angenehmen und harmonischen Treffen ist, dass der Reform-Prozess in einer offenen, konstruktiven und transparenten Art und Weise unter Berücksichtigung der Interessen der Bundesliga demokratisch weitergeführt wird.“

(Pressemitteilung FCB, 22.5.2019)

Das Jahr des Danny da Costa

Er ist der Rekordmann bei Eintracht Frankfurt. Danny da Costa absolvierte in der Fußball Bundesliga mit 3035 Spielminuten – also mehr als jeder andere Spieler der SGE. Dazu kommen Pokal, Supercup und Europa League. Zusammen stand er in 50 Pflichtspielen 4.472 Minuten auf dem Feld. Jetzt stehen nach dem 1:5 beim Meister Bayern München noch einige Minuten in Arbeitskleidung für die Interviews an. Kein Wunder, dass er mit seinem verschmitzten Lächeln auf die Frage, auf was er sich in der Sommerpause am meisten freue, antwortet: „Dass mich keiner von Euch mehr belästigt.“ Die Frohnatur auf Rechtsaußen ist ebenso wie das ganze Team „ausgepresst wie eine Zitrone“ (Trainer Adi Hütter). Aber einige Antworten, ließ sich der 25-Jährige dann doch noch bereitwillig herauspressen.

Im Endspurt ging der Eintracht nach einer furiosen Saison die Puste aus. Warum reichte es auch heute gegen den Meister nicht, es spannend zu mache?

„Man hat ja gesehen, dass bei Spielen, in denen uns die Kompaktheit gefehlt hat, wir da teilweise untergangen sind. Wir kommen eben extrem über die mannschaftliche Geschlossenheit und es ist eben ganz wichtig für den Verein, dass jeder Spieler arbeitet und sich für die Mannschaft reinhaut. Dann erst kommen spielerische Elemente zum Tragen. Und wenn wir das hinten anstellen, wird es schwer. Wir haben hier zu viele Fehler gemacht, die die Bayern gnadenlos ausgenutzt haben. Mental waren wir eigentlich schon auf der Höhe, uns haben dann am Ende wirklich die Körner gefehlt.“

Was ist Ihr Saisonfazit?

„Sehr, sehr positiv. Wir haben über die Saison hinweg überragende Spiele gezeigt und auch sehr viele Spiele sehr aufopferungsvoll gestaltet. Deswegen bin ich in erster Linie unglaublich stolz auf das, was wir geleistet haben als Mannschaft. Natürlich hätten wir hinten raus gerne den einen oder anderen Punkt mehr geholt, aber wir können als Team und als Stadt Frankfurt stolz sein.“

Es hat jetzt gerade noch für die Qualifikation zur Europa League gereicht. Wie ordnen Sie das ein?

„Das verkürzt jetzt zuallererst den Urlaub um einiges (lacht). Mitte Juli geht es da wohl schon los. Wir freuen uns darauf. Wir haben dieses Jahr gesehen wie es gefeiert wird, welche Stimmung aufkommt und wir hoffen, dass wir es schaffen über die Qualifikation international zu spielen.“

RHEINHESSEN besiegen HESSEN

EINTRACHT FRANKFURT – MAINZ 05 0:2 (0:0)

Es ist das kleinste Übel an einem großartigen Abend: Anthony „Toni“ Ujah lacht verschmitzt, als er auf sein Trikot deutet. Ja, er hätte bei seinen beiden Toren den Jubel an den Eckfahnen mit Bierduschen auf seine Oberbekleidung bezahlt: „Vielleicht hätte ich nicht so lange in der Ecke bleiben sollen, aber wenn du Stürmer bist, willst Du einfach jubeln nach einem Tor – ich wollte aber nicht provozieren.“ Provoziert hat der immer positive Nigerianer aber vor allem die Lobeshymnen seines Umfeldes. Die Spieler freuten sich nicht nur auf dem Platz mit – sondern noch mehr für ihn. Sportvorstand Rouven Schröder beschreibt seine Beliebtheit: „Es war keiner im Stadion, wenn er Mainzer Fan ist, der das Toni nicht gegönnt hätte: Wie er geackert hat, wie spritzig er war, wie wichtig er aber auch in der Kabine ist. Ein Top Charakter. Ein totaler Teamspieler – und Matchwinner heute.“ Doch was genau macht den 28-Jährigen so sympathisch? Schließlich hätte er bei seinen eher wenigen Einsätzen auch Grund gehabt, das eine oder andere Mal eher griesgrämig durch die rheinhessische Landschaft zu stapfen. Was also steckt tatsächlich hinter dem Begriff „Teamplayer“. Sein Trainer Sandro Schwarz gibt einen Blick hinter die Kulissen des Teams frei: „Er geht auf Spieler zu. Er hat eine große Offenheit auch zu helfen. Unabhängig wie seine persönliche Situation ist – ob er spielt oder nicht. Und das finde ich herausragend. Das spürt man und die Jungs haben alle eine sehr hohe Meinung von ihm, weil er eine sehr große Sozialkompetenz hat.“

Auch dass „Toni“ kurzfristig von seinem Startelfeinsatz wegen Quaisons Trainingsverletzung erfuhr, machte ihn nicht nervös. Immerhin hat Ujah auch einen eigenen Weg zu Ruhe: „Ich habe erst am Abend vor dem Spiel erfahren, dass ich von Anfang an spiele und habe daraufhin sehr viel gebetet. Denn alles was ich vom Fußball bekomme, bekomme ich von Gott. Ich weiß, dass ich immer breit sein muss, auch wenn ich eine schwierige Saison hatte. Ich bin immer drangeblieben. Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren geholfen habe.“ Seine beiden Tore und die teambesten 70% gewonnene Zweikämpfe – also ein Spiel von 0 auf 100 – war für seinen Trainer eine Top-Leistung fern jeder Überraschung: „Dass er da ist und in einem wichtigen Spiel Tore macht ist kein Zufall: Wenn du dich so mit der Mannschaft identifizierst, wenn du so ein Verantwortungsbewusstsein hast,  nie im Training nachzulassen; dann freut mich das für Toni.“

Was den Trainer auch freut, ist der nächste Entwicklungsschritt in dieser Saison. Zum ersten Mal, zumal auswärts, gelang ein Sieg gegen ein Team aus dem ersten Viertel der Tabelle. Jetzt haben die 05er die Möglichkeit mit einem Heimsieg gegen Hoffenheim 43 Punkte zu erreichen, was bedeuten würde: Mehr Punkte in der Rückrunde, als in der Vorrunde. Diese Chance zu haben, trotz des Zwischentiefs mit sieben Niederlagen in acht spielen, zeigt auch dem Coach, was liegen gelassen wurde und was aktuell eben nicht mehr passiert: „Wir hatten ja schon mal das Thema Selbstzufriedenheit, gerade nach den beiden Siegen in der Rückrunde, was uns, für noch mehr zu erreichen, das Genick gebrochen hat.  Das wollen wir für uns als Selbstbestätigung haben: dass wir jetzt dranbleiben!“

Der nächste Schritt war eben das beeindruckende Auswärtsspiel beim Europa League Halbfinalisten mit 15:13 Torschützen auf dessen Platz. Der nächste Schritt soll folgen, um gänzlich freudestrahlend in die Sommerpause zu gehen: „Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir jetzt drei Tage frei machen. Wir gehen in die normale Wettkampfwoche rein  und wollen uns total fokussieren auf das letzte Spiel gegen Hoffenheim. Es ist unser Anspruch gegen die TSG das Gleiche abzurufen, das wir heute gemacht haben.  Für uns in allererster Linie, wir können aber heute mitfühlen mit der Eintracht, weil es herausragend ist, was sie leisten und einen Matchball hatten für das internationale Geschäft.“

Die 05er also als spielstarke Spielverderber bei diesem Matchball. Im nächsten Match wollen sie auch Spielverderber für den Gegner sein, aber gleichzeitig ein weiteres positives Erlebnis für sich kurz vor der Sommerpause schaffen. Das kann, meint auch Keeper Florian Müller,  wichtig sein für den letzten Eindruck und die Zukunft: „Sehr wichtig. Jedes Spiel zählt jetzt. Wir können befreit aufspielen, wir haben den Klassenerhalt geschafft. Wir wollen uns in jedem Spiel verbessern. Das hat man gegen Frankfurt  gesehen, dass wir Gas gegeben haben, die Spiele nicht herschenken.“

Noch einmal zum vergangenen Sonntag: Kurz nachdem Anthony Ujah mit seinem bierbespritzten Trikot Rede und Antwort steht, tritt Sandro Schwarz mit seinem trockenen, schicken, blauen Rollkragenpullover vor die Presse. Was das textile Auftreten des Coaches betrifft, besteht übrigens große Aberglauben-Gefahr. Im Trainingsanzug an der Seitenlinie holte er diese Saison 1,11 Punkte im Schnitt. Seit dem Umstieg auf modisch-adrett steht er bei 1,67 Punkten. Da werden also in der Sommerpause noch einige Shoppingtouren angesagt sein.

Wann hat das HAND-Spiel Hand und Fuß?

Nach dem ersten Beweisfoto eines Schwarzen Lochs gibt es im Jahre 2019 n.Chr. nur noch drei ungelöste Fragen der Menschheit:

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben? Wer baute Stonehenge? Und: Wann pfeift man Handelfmeter?

Immer wieder bilden sich Verschwörungstheorien. Nicht wegen den Dinosauriern oder Stonehenge natürlich (völlig wurscht), sondern wegen des Handspiels. So sollen angeblich die Regelhüter der FIFA in einem unterirdischen Labor in der Schweiz Dutzende entführte Nobelpreisträger, FBI-Agenten und Wünschelrutengänger aus aller Welt nach einem Geheimrezept für den korrekten Elfmeterpfiff forschen lassen. Auch die nationalen Verbände versuchen alles, um der Lösung den entscheidenden Schritt näher zu kommen. In Spanien laufen Versuche, ob es hilft, zwischen Handspiel und der endgültigen Elfmeter-Entscheidung erst einmal eine Siesta zu halten. In der Türkei erfolgt in der Testphase die Entscheidung, wie bei Oberbürgermeister-Wahlen, erst nach Rücksprache mit dem Staatschef. In England wurde die Suche nach dem perfekten Handelfmeter-Pfiff abgebrochen: „Ist uns doch völlig egal – solange in allen Finals nur unsere Mannschaften sind.“

In Deutschland ereignete sich zuletzt die wohl pfiffigste Suche nach dem bestmöglichen Pfiff. Durch eine geheime Kommandosache zwischen Ball- und Bildungsministerium wurde eine entsprechende Aufgabe in das Mathematik-Abitur eingeschleust:

„Berechnen Sie den Handelfmeter in der Bundesliga mittels Ballgeschwindigkeit, Winkel der Arme, Körperrotation und Ausmaß der Funkverbindung zum Kölner Keller unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Tagesform des Schiedsrichters und der Anzahl der Zeitlupen, geteilt durch die Aufregung der Spieler und Trainer zum Adrenalin im Quadrat. Addiere zum Zwischenergebnis Bayern-Bonus sowie Dortmund-Dussel und subtrahiere das generelle Pech ab Tabellenplatz 15.“

Das richtige Ergebnis bei der Mathe-Aufgabe war übrigens 0. Null Ahnung.

aus Liebe zum Sport