Bundesliga Videoabend

Der Videoschiedsrichter kommt. Aber das reicht nicht! Doch dazu später mehr.
Zunächst: Der DFB nennt den Beobachter nicht Videoschiedsrichter. Denn Unparteiische haben was von „Highlander“: Es kann nur einen geben! Oder zumindest nur einer so heißen.  So wurde ja schon aus dem Linienrichter der Schiedsrichterassistent. Der Video-Dingens heißt also offiziell „Video-Assistent“. Video-Assistenten, das waren in den 90ern noch die Studenten in der Videothek, die „eine Mark bitte“ verlangten, weil die VHS-Kassette bei der Abgabe nicht zurückgespult war.
Jetzt sollen sie also den Fußball retten. Die erste offizielle Rettungsstufe fand bei der FIFA-Klub-WM Ende 2016 in Japan statt, als ein Elfmeter erst nach Ansicht der Wiederholung gegeben wurde. Nun, im Februar, haben DFL und DFB erstmal den Video-Assistenten unter Wettkampfbedingungen bei einer 3-tägigen Schulung getestet. Und zur Saison 2017/18 soll das System dann in der Bundesliga umgesetzt werden.
Bereits jetzt wird klar: Der Video-Assistent wird im wahrsten Sinne „alle Hände voll“ zu tun bekommen. Das zeigt der „Fall Stindl“. Das Mönchengladbach beförderte in Ingolstadt den Ball mit der ausgestreckten Hand über die Torlinie. Unmittelbar danach begann ein Experten und Ex-Experten Wirrwar unter den Schiedsrichtern. Absicht? Vergleichbar mit dem Handtor von Leon Andreasen? Oder gar mit dem von Maradona? Gerade nachdem die Mehrheit der Gilde auf „kein reguläres Tor“, plädierte (inklusive offiziellem DFB-Beauftragtem) trat die zentrale Figur ins Rampenlicht mit einer Aussage, die das Selbstvertrauen des Systems „Video-Assistent“ kollabieren lassen müsste. Schiedsrichter (der echte, nicht ein Assistent) Christian Dingert meinte, laut DFB.de, dass er nach Studium der Bilder „vermutlich“ eine andere Entscheidung getroffen hätte. Vermutlich?
Ein Video-Assistent reicht also nicht. Was noch gebraucht wird ist ein Video-Schiedsrichter-Assistent-Assistent. Der sitzt hinter dem Video-Assistenten und ist direkt über einen Knopf im Ohr mit allen Spielern verbunden. Und muss einfach nur fragen: „Bitte sei ehrlich – was das absichtliches Handspiel?“.

 

DFB gibt Start 2018 bekannt

WM-Jahr startet mit Heimspielen gegen Topteams Spanien und Brasilien
Die Fans der deutschen Nationalmannschaft können sich zum Auftakt des WM-Jahres 2018 gleich auf zwei absolute Länderspielhighlights gegen Weltklasseteams freuen. Am 23. März 2018 empfängt die Mannschaft in Düsseldorf Spanien, vier Tage später, am 27. März 2018 in Berlin, wird Brasilien der Gegner sein. Dies hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei seiner heutigen Sitzung in Frankfurt entschieden.
DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: “Wir freuen uns sehr, dass es uns wieder gelungen ist, dem Wunsch der sportlichen Leitung zu entsprechen, sich im Rahmen der wenigen Testspielmöglichkeiten mit den besten Teams der Welt messen zu können. Die Spiele gegen Spanien und Brasilien werden sicher schon einen kleinen Vorgeschmack auf die WM in Russland geben, wo die Mannschaft unseres Bundestrainers Jogi Löw wenige Monate später alles geben wird, um den Titel zu verteidigen. Es wäre natürlich traumhaft, wenn es zu einer dieser Paarungen auch im Juli nächsten Jahres in Moskau beim WM-Finale kommen würde.”
Manager Oliver Bierhoff sagt: “Solche Begegnungen wünscht sich doch jeder – die Fans genauso wie die Spieler. Ich freue mich sehr darüber, dass wir schon zu Beginn des WM-Jahres auf allerhöchstem Niveau gefordert werden von zwei Weltklasse-Mannschaften, die in Russland um den Titel mitspielen werden. In Düsseldorf genauso wie in Berlin erwarten uns wieder große Fußballfeste, in denen wir uns durch die Unterstützung unserer Fans schon den Schwung holen können, den wir im nächsten Sommer brauchen und der uns hoffentlich weit durch das WM-Turnier tragen wird.”

 

Quelle: DFB

Carlos Fingerzeig

Da hat der Signore also den Mittelfinger gezeigt. 5000 Euro Spende hat Ancelotti das gekostet. Normalerweise ist ja die Spende eine Geste – diesmal war es andersrum.

5000 sind natürlich auf den ersten Blick wenig Geld für einen, der (Quelle: BILD) eine Million pro Monat verdient – ohne Prämien für Champions League, Meisterschaft und Pokal versteht sich. Aber halt! Überstunden bis zur 96. Minute sind laut Arbeitsvertrag mit abgegolten.

5000 Euro tun also weh. Das schmerzt. So wie bei uns, wenn wir im Penny bei 19,97 Euro unbedacht „bitte Aufrunden“ sagen. Und Ancelotti kann in diesem Fall ja nicht einmal behaupten, dass ihm bei diesem Urteil die Spucke weggeblieben ist.

Nun balgt sich also der Ancelotti-Mittelfinger mit anderen Fußball-Mittelfingern der Geschichte, wer bedeutender ist. Doch nach wie vor hat der Effefinger in seiner Ästhetik und Tragweite die Fingerkuppe vorn. Die Geste Richtung deutscher Fans bei der WM 1994 war mit solcher Eleganz auf offener Szene in den amerikanischen Himmel gereckt, da muss der Italofinger, der mürrisch-schüchtern auf halbem Weg in den Katakomben daherkam, noch einiges lernen.

Außerdem ist die Verbannung aus der Nationalmannschaft und das nicht Europameister werden 1996 mit 5000 Euro spenden kaum vergleichbar.

Was folgt also: Jeder Profi und Trainer sollte vom DFB und der DFL vor jeder Saison eine Mittelfinger-Gutschein bekommen. Das wäre ein Fingerzeig in die richtige Richtung und hätte Hand und Fuß. Daumen hoch für diese Idee! Schließlich lebt doch der Fußball von Emotionen. Dann hätten zum Beispiel die Rasenballer in Dortmund vor der Südtribüne geschlossen ihre Gutscheine einlösen können. Oder Pal Dardai hätte die gesamte 97. Minute damit verbringen können seinen Mittelfinger ganz langsam und genüsslich Richtung Schiedsrichter auszufahren, um dann mit der anderen Hand lässig den Gutschein zu überreichen. Alles ungestraft und irgendwie doch menschlich. Und bis zu den Interviews hätte er sich dadurch abgeregt.

Doch sind wir realistisch. Die Mittelfinger-Gutscheine werden nicht kommen. Und so müssen sich die Profis in ihren Ancelotti- und Effenberg-Momenten fragen: „Wenn ich diesem Arsch jetzt den Mittelfinger zeige – kann ich es mir nie mehr leisten bei Penny aufrunden.“  Arme Fußballer!

 

Tweetball

Die Zuschauer sind elektrisiert von der neuen US-Serie „Donald Trump“. Viele schauen täglich wie es weiter geht, anderen warten, bis in vier Jahren die DVD raus kommt. Der Hauptdarsteller ist dafür bekannt, per Twitter durch die täglichen Folgen zu führen.

Wie wäre es gewesen, wenn auch in der Fußball-Historie alle Neuigkeiten per Tweet in die Welt gekommen wären? Etwa so…

 

@realfritzwalter

Aus dem Hintergrund hat Rahn geschossen! Da ist das Ding! Die Ungarn können uns mal Bern haben! #geileswetter #betzebube

 

@realKaiser

Jo, gut ä, ich sog mol: WELTMEISTER! Ohne Holland, feiern wir WM! Jetzt noch den Holz fragen, ob er sich verletzt hat. Geile Friiieeese Paule!

#klarerElfer

 

@realhoeness

Hat jemand meinen Ball gesehen?

#FundbueroBelgrad #Mist #KeinNachflugverbot

 

@realTanteKaethe

Da bleibt mir die Spucke weg. Der fliegende Holländer-Rotz. Wenigstens hat sich mit meinem Trikot niemand den Hintern abgewischt.

#Lama #spaeteRacheMaut

 

@realBertiVogts

Warum rennen alle auf den Platz? Ach so – Golden Goal! Jetzt schnell in den VIP Raum, bevor Waldi Hartman alles ausgetrunken hat. Und dann Frisurtipps von Bierhoff holen.

#QueenAugenhoehe #EM

 

@realPhilippLahm

Aus! Aus! Die Karriere ist aus!

#Rio #Feierabend

aus Liebe zum Sport